Ausführen von Amazon Linux 2 als lokale virtuelle Maschine - Amazon Elastic Compute Cloud

Ausführen von Amazon Linux 2 als lokale virtuelle Maschine

Verwenden Sie die Abbilder der virtuellen Maschine (VM) von Amazon Linux 2 für die lokale Entwicklung und das Testen. Diese Abbilder stehen nur für die folgenden Virtualisierungsplattformen zur Verfügung:

  • VMWare

  • KVM

  • VirtualBox (Oracle VM)

  • Microsoft Hyper-V

So verwenden Sie die Abbilder der virtuellen Maschine von Amazon Linux 2 mit einer der unterstützten Virtualisierungsplattformen:

Schritt 1: Vorbereiten des seed.iso-Startabbilds

Das seed.iso-Startabbild enthält die Erstkonfigurationsinformationen, die zum Starten Ihrer neuen VM benötigt werden, wie Netzwerkkonfiguration, Hostname und Benutzerdaten.

Anmerkung

Das seed.iso-Startabbild enthält nur die Konfigurationsinformationen, die zum Starten der VM benötigt werden. Es enthält keine Amazon Linux 2-Betriebssystemdateien.

Zum Erstellen des seed.iso-Startabbilds benötigen Sie zwei Konfigurationsdateien:

  • meta-data: Diese Datei enthält den Hostnamen und statische Netzwerkeinstellungen für die VM.

  • user-data: Diese Datei konfiguriert Benutzerkonten und gibt deren Passwörter, Schlüsselpaare und Zugriffsmechanismen an. Das Amazon Linux 2-VM-Abbild erstellt standardmäßig ein ec2-user-Benutzerkonto. Sie verwenden die user-data-Konfigurationsdatei zum Festlegen des Passworts für das Standard-Benutzerkonto.

So erstellen Sie den seed.iso-Startdatenträger:

  1. Erstellen Sie einen neuen Ordner mit dem Namen seedconfig und navigieren Sie dorthin.

  2. Erstellen Sie die meta-data-Konfigurationsdatei.

    1. Erstellen Sie eine neue Datei mit dem Namen meta-data.

    2. Öffnen Sie die Datei meta-data mit Ihrem bevorzugten Texteditor und fügen Sie Folgendes hinzu.

      local-hostname: vm_hostname # eth0 is the default network interface enabled in the image. You can configure static network settings with an entry like the following. network-interfaces: | auto eth0 iface eth0 inet static address 192.168.1.10 network 192.168.1.0 netmask 255.255.255.0 broadcast 192.168.1.255 gateway 192.168.1.254

      Ersetzen Sie vm_hostname durch einen VM-Host-Namen Ihrer Wahl und konfigurieren Sie die Netzwerkeinstellungen wie erforderlich.

    3. Speichern und schließen Sie die meta-data-Konfigurationsdatei.

    Für ein Beispiel einer meta-data-Konfigurationsdatei, die einen VM-Host-Namen (amazonlinux.onprem) angibt, die Standardnetzwerkschnittstelle (eth0) konfiguriert and statische IP-Adressen für die erforderlichen Netzwerkgeräte festlegt, vgl. die Seed.iso-Beispieldatei..

  3. Erstellen Sie die user-data-Konfigurationsdatei.

    1. Erstellen Sie eine neue Datei mit dem Namen user-data.

    2. Öffnen Sie die Datei user-data mit Ihrem bevorzugten Texteditor und fügen Sie Folgendes hinzu.

      #cloud-config #vim:syntax=yaml users: # A user by the name `ec2-user` is created in the image by default. - default chpasswd: list: | ec2-user:plain_text_password # In the above line, do not add any spaces after 'ec2-user:'.

      Ersetzen Sie plain_text_password durch ein Passwort Ihrer Wahl für das Standard-ec2-user-Benutzerkonto,

    3. (Optional) Standardmäßig wendet cloud-init bei jedem VM-Start Netzwerkeinstellungen an. Fügen Sie Folgendes hinzu, um zu verhindern, dass cloud-init bei jedem Start Netzwerkeinstellungen anwendet, und um die beim ersten Start angewandten Netzwerkeinstellungen beizubehalten.

      # NOTE: Cloud-init applies network settings on every boot by default. To retain network settings from first boot, add following ‘write_files’ section: write_files: - path: /etc/cloud/cloud.cfg.d/80_disable_network_after_firstboot.cfg content: | # Disable network configuration after first boot network: config: disabled
    4. Speichern und schließen Sie die user-data-Konfigurationsdatei.

    Sie können zusätzliche Benutzerkonten erstellen und deren Zugriffsmechanismen, Passwörter und Schlüsselpaare angeben. Weitere Informationen zu den unterstützten Richtlinien finden Sie unter Module. Für eine user-data-Beispieldatei, die drei zusätzliche Benutzer erstellt und ein benutzerdefiniertes Passwort für das Standard-ec2-user-Benutzerkonto angibt, vgl. die Seed.iso-Beispieldatei.

  4. Erstellen Sie das seed.iso-Startabbild mithilfe der meta-data- und user-data-Konfigurationsdateien.

    Verwenden Sie für Linux ein Tool wie genisoimage. Navigieren Sie zum Ordner seedconfig und führen Sie den folgenden Befehl aus:

    $ genisoimage -output seed.iso -volid cidata -joliet -rock user-data meta-data

    Verwenden Sie für macOS ein Tool wie hdiutil. Wechseln Sie aus dem Ordner seedconfig zur nächsthöheren Ebene und führen Sie den folgenden Befehl aus:

    $ hdiutil makehybrid -o seed.iso -hfs -joliet -iso -default-volume-name cidata seedconfig/

Schritt 2: Herunterladen des Amazon Linux 2-VM-Abbilds

Für jede der unterstützten Virtualisierungsplattformen bieten wird ein anderes Amazon Linux 2-VM-Abbild an. Laden Sie das korrekte VM-Abbild für die von Ihnen gewählte Plattform herunter:

Schritt 3: Starten und Verbinden mit der neuen VM

Zum Starten und Verbinden mit Ihrer neuen VM benötigen Sie das seed.iso-Startabbild (in Schritt 1 erstellt) und ein Amazon Linux 2-VM-Abbild (in Schritt 2 heruntergeladen). Die Schritte variieren je nach Ihrer ausgewählten VM-Plattform.

VMWare vSphere

Das VM-Image für VMware wird im OVF-Format zur Verfügung gestellt.

So starten Sie die VM mit VMware vSphere

  1. Erstellen Sie einen neuen Datenspeicher für die seed.iso-Datei oder fügen Sie sie zu einem vorhandenen Datenspeicher hinzu.

  2. Stellen Sie die OVF-Vorlage bereit, starten Sie die VM jedoch noch nicht.

  3. Klicken Sie im Navigator-Bedienfeld mit der rechten Maustaste auf die neue virtuelle Maschine und wählen Sie Einstellungen bearbeiten aus.

  4. Wählen Sie auf der Registerkarte Virtuelle Hardware für Neues Gerät die Option CD/DVD-Laufwerk und aus wählen Sie dann Hinzufügen aus.

  5. Wählen Sie für Neues CD/DVD-Laufwerk die Option Datenspeicher-ISO-Datei aus. Wählen Sie den Datenspeicher aus, dem Sie die seed.iso-Datei hinzugefügt haben, navigieren Sie zu der seed.iso-Datei, wählen Sie sie aus und wählen Sie dann OK aus.

  6. Wählen Sie unter Neues CD/DVD-Laufwerk die Option Verbinden und dann OK aus.

Nachdem Sie den Datenspeicher mit der VM verknüpft haben, sollten Sie ihn booten können.

KVM

So starten Sie die VM mit KVM

  1. Öffnen Sie den Assistenten Neue VM erstellen.

  2. Wählen Sie für Schritt 1 die Option Vorhandenes Disk-Image importieren aus.

  3. Navigieren Sie für Schritt 2 zum VM-Image und wählen Sie es aus. Wählen Sie für den Betriebssystemtyp und die Version Linux bzw. Red Hat Enterprise Linux 7.0 aus.

  4. Geben Sie für Schritt 3 die Menge an RAM und die Anzahl der zu verwendenden CPUs an.

  5. Geben Sie für Schritt 4 einen Namen für die neue VM ein, wählen Sie Konfiguration vor der Installation anpassen aus und wählen Sie Fertig stellen aus.

  6. Wählen Sie im Konfigurationsfenster für die VM die Option Hardware hinzufügen aus.

  7. Wählen Sie im Fenster Neue virtuelle Hardware hinzufügen die Option Speicher aus.

  8. Wählen Sie in der Speicherkonfiguration Benutzerdefinierter Speicher auswählen oder erstellen aus. Wählen Sie für Gerätetyp CD-ROM-Gerät aus. Wählen Sie Verwalten, Lokal durchsuchen aus und navigieren Sie zur seed.iso-Datei und wählen Sie sie aus. Wählen Sie Finish aus.

  9. Wählen Sie Installation beginnen aus.

Oracle VirtualBox

So starten Sie die VM mit Oracle VirtualBox

  1. Öffnen Sie Oracle VirtualBox und wählen Sie Neu aus.

  2. Geben Sie unter Name einen beschreibenden Namen für die virtuelle Maschine ein, und wählen Sie für Typ und Version Linux bzw. Red Hat (64-bit) aus. Klicken Sie auf Continue.

  3. Geben Sie unter Speichergröße, die Größe des Speichers an, die der virtuellen Maschine zugewiesen werden soll, und klicken Sie dann auf Weiter.

  4. Wählen Sie für Hard disk (Festplatte) die Option Use an existing virtual hard disk file (Eine vorhandene virtuelle Festplattendatei verwenden), navigieren Sie zum VM-Abbild, öffnen Sie das VM-Abbild, und klicken Sie dann auf Erstellen.

  5. Bevor Sie die VM starten, müssen Sie die seed.iso-Datei in das virtuelle optische Laufwerk der virtuellen Maschine laden:

    1. Wählen Sie die neue VM aus, wählen Sie Einstellungen und dann Speicher aus.

    2. Wählen Sie in der Liste Storage Devices (Speichergeräte) unter Controller: IDE das leere optische Laufwerk aus.

    3. Wählen Sie im Abschnitt Attribute für das optische Laufwerk die Schaltfläche „Durchsuchen“ aus, wählen Sie Virtuelle optische Datenträgerdatei auswählen aus und wählen Sie dann die seed.iso-Datei aus. Klicken Sie auf OK, um die Änderungen anzuwenden und die Einstellungen zu schließen.

Nachdem Sie die seed.iso-Datei dem virtuellen optischen Laufwerk hinzugefügt haben, sollten Sie die VM starten können.

Microsoft Hyper-V

Das VM-Image für Microsoft Hyper-V wird in eine ZIP-Datei komprimiert. Sie müssen den Inhalt der ZIP-Datei extrahieren.

So starten Sie die VM mit Microsoft Hyper-V

  1. Öffnen Sie den New Virtual Machine Wizard (neuen Assistenten für virtuelle Maschinen).

  2. Wenn Sie aufgefordert werden, eine Generation auszuwählen, wählen Sie Generation 1 aus.

  3. Wenn Sie aufgefordert werden, den Netzwerkadapter zu konfigurieren, wählen Sie für Verbindung Extern aus.

  4. Wenn Sie aufgefordert werden, eine virtuelle Festplatte zu verbinden, wählen Sie Vorhandene virtuelle Festplatte verwenden aus, wählen Sie Durchsuchen aus und navigieren Sie dann zum VM-Image und wählen Sie das VM-Image aus. Wählen Sie Fertig stellen aus, um die VM zu erstellen.

  5. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die neue VM und wählen Sie Einstellungen aus. Wählen Sie im Fenster Einstellungen unter IDE Controller 1 die Option DVD-Laufwerk aus.

  6. Wählen Sie für das DVD-Laufwerk Image-Datei aus, navigieren Sie zur seed.iso-Datei und wählen Sie sie aus.

  7. Übernehmen Sie die Änderungen und starten Sie die VM.

Nachdem die VM gestartet wurde, melden Sie sich mit einem der in der user-data-Konfigurationsdatei definierten Benutzerkonten an. Für andere Virtualisierungsplattformen als VMWare können Sie das seed.iso-Startbild von der VM trennen, nachdem Sie sich erstmals angemeldet haben.