Wiederherstellen einer Sicherung in einer Amazon RDS-MySQL-DB-Instance - Amazon Relational Database Service

Wiederherstellen einer Sicherung in einer Amazon RDS-MySQL-DB-Instance

Amazon RDS unterstützt den Import von MySQL-Datenbanken mithilfe von Sicherungsdateien. Sie können eine Sicherung der Datenbank erstellen, diese in Amazon S3 speichern und anschließend die Sicherungsdatei auf einer neuen Amazon RDS-DB-Instance wiederherstellen, auf der MySQL ausgeführt wird.

Im in diesem Abschnitt beschriebenen Szenario wird eine Sicherung einer On-Premise-Datenbank wiederhergestellt. Sie können diese Technik für Datenbanken an anderen Speicherorten verwenden, z. B. in Amazon EC2 oder in anderen als AWS Cloud-Services, solange der Zugriff auf die Datenbank unterstützt wird.

Das folgende Diagramm veranschaulicht das unterstützte Szenario.


            MySQL importiert Sicherungsdateien aus der S3-Architektur

Das Importieren von Sicherungsdateien aus Amazon S3 wird für die MySQL-Versionen 5.6, 5.7 und 8.0 unterstützt. Das Importieren von Sicherungsdateien aus Amazon S3 ist in allen AWS-Regionen verfügbar.

Sie sollten Ihre Datenbank mithilfe von Sicherungsdateien in Amazon RDS importieren, wenn Ihre On-Premise-Datenbank während des Erstellens, Kopierens und Wiederherstellens der Sicherungsdatei offline sein kann. Wenn Ihre On-Premise-Datenbank nicht offline sein kann, können Sie die Datenbank nach der Migration zu Amazon S3 über Amazon RDS mittels binärer Protokollreplikation (binlog) aktualisieren, wie in diesem Thema beschrieben. Weitere Informationen finden Sie unter Replikation mit einer MySQL oder MariaDB-Instance, die außerhalb von Amazon RDS ausgeführt wird. Sie können den AWS Database Migration Service auch verwenden, um Daten von Ihrer Datenbank zu Amazon RDS zu migrieren. Weitere Informationen finden Sie unter Was ist AWS Database Migration Service?

Einschränkungen und Empfehlungen für das Importieren von Sicherungsdateien von Amazon S3 zu Amazon RDS

Im Folgenden finden Sie einige Einschränkungen und Empfehlungen für den Import von Sicherungsdateien aus Amazon S3:

  • Sie können Ihre Daten nur in eine neue DB-Instance importieren, nicht in eine bestehende DB-Instance.

  • Sie müssen Percona XtraBackup verwenden, um die Sicherung Ihrer lokalen Datenbank zu erstellen.

  • Sie können nicht von einer Quelldatenbank migrieren, deren Tabellen außerhalb des standardmäßigen MySQL-Datenverzeichnisses definiert sind.

  • Sie müssen Ihre Daten in die Standard-Unterversion Ihrer MySQL-Hauptversion in Ihrer AWS-Region importieren. Wenn Ihre Hauptversion beispielsweise MySQL 5.6 ist und die Standard-Unterversion für Ihre AWS-Region 5.6.44 ist, müssen Sie Ihre Daten in eine MySQL-Version 5.6.44 DB-Instance importieren. Sie können Ihre DB-Instance nach dem Importieren aktualisieren. Weitere Informationen zum Ermitteln der Standard-Unterversion finden Sie unter MySQL in Amazon RDS-Versionen.

  • Für Haupt- und Unterversionen wird keine abwärtskompatible Migration unterstützt. Das heißt, Sie können nicht von Version 5.7 zu Version 5.6 und auch nicht von Version 5.6.39 zu Version 5.6.37 migrieren.

  • Sie können keine MySQL 5.5-Datenbank importieren.

  • Sie können eine MySQL-On-Premise-Datenbank nicht aus einer Hauptversion in eine andere Hauptversion importieren. Sie können beispielsweise eine MySQL 5.6-Datenbank nicht in eine Amazon RDS MySQL 5.7- oder 8.0-Datenbank importieren. Ähnlich können Sie eine MySQL 5.7-Datenbank nicht in eine Amazon RDS MySQL 8.0-Datenbank importieren. Sie können Ihre DB-Instance aktualisieren, nachdem Sie den Import abgeschlossen haben.

  • Sie können nicht aus einer verschlüsselten Quelldatenbank wiederherstellen, aber Sie können eine verschlüsselte Amazon RDS DB-Instance wiederherstellen.

  • Sie können nicht aus einem verschlüsselten Backup im Amazon S3-Bucket wiederherstellen.

  • Sie können nicht aus einem Amazon S3-Bucket in einer anderen AWS-Region als jener Ihrer Amazon RDS-DB-Instance wiederherstellen.

  • Das Importieren von Amazon S3 wird von der DB-Instance-Klasse db.t2.micro nicht unterstützt. Sie können jedoch eine Wiederherstellung zu einer anderen DB-Instance-Klasse ausführen und die DB-Instance-Klasse später ändern. Weitere Informationen zu Instance-Klassen finden Sie unter Hardware-Spezifikationen für DB-Instance-Klassen .

  • Amazon S3 begrenzt die Größe einer Datei, die in einen Amazon S3-Bucket hochgeladen werden kann, auf 5 TB. Wenn eine Sicherungsdatei größer als 5 TB ist, müssen Sie die Sicherungsdatei in kleinere Dateien aufteilen.

  • Wenn Sie die Datenbank wiederherstellen, wird die Sicherung kopiert und dann auf Ihre DB-Instance extrahiert. Stellen Sie daher Speicherplatz für Ihre DB-Instance bereit, der der Summe der Sicherungsgröße und der Größe der ursprünglichen Datenbank auf dem Datenträger entspricht oder größer ist.

  • Amazon RDS begrenzt die Anzahl der Dateien, die in ein Amazon S3-Bucket hochgeladen werden können, auf 1 Million. Wenn es mehr als mehr als 1 Million Sicherungsdateien für Ihre Datenbank gibt (einschließlich aller vollständigen und inkrementellen Sicherungen), speichern Sie diese mittels Gzip (.gz), tar (.tar.gz) oder Percona xbstream (.xbstream) im Amazon S3-Bucket. Percona XtraBackup 8.0 unterstützt ausschließlich Percona xbstream für die Komprimierung.

  • Benutzerkonten werden nicht automatisch importiert. Sichern Sie Ihre Benutzerkonten aus Ihrer Quelldatenbank und fügen Sie sie später Ihrer neuen DB-Instance hinzu.

  • Funktionen werden nicht automatisch importiert. Sichern Sie Ihre Funktionen aus Ihrer Quelldatenbank und fügen Sie sie später Ihrer neuen DB-Instance hinzu.

  • Stored Procedures werden nicht automatisch importiert. Sichern Sie Ihre Stored Procedures aus Ihrer Quelldatenbank und fügen Sie sie später Ihrer neuen DB-Instance hinzu.

  • Zeitzoneninformationen werden nicht automatisch importiert. Zeichnen Sie die Zeitzoneninformationen für Ihre Quelldatenbank auf und legen Sie die Zeitzone Ihrer neuen DB-Instance später fest. Weitere Informationen finden Sie unter Lokale Zeitzone für MySQL-DB-Instances.

  • Der innodb_data_file_path-Parameter darf nur mit einer Datendatei konfiguriert werden, die den Standarddateinamen "ibdata1" verwendet. Datenbanken mit zwei Datendateien oder nur einer Datendatei eines anderen Namens können mit dieser Methode nicht migriert werden.

    Nachfolgend finden Sie Beispiele für unzulässige Dateinamen: "innodb_data_file_path=ibdata1:50M; ibdata2:50M:autoextend" und "innodb_data_file_path=ibdata01:50M:autoextend".

  • Die maximale Größe der wiederhergestellten Datenbank ist die maximal unterstützte Datenbankgröße abzüglich der Größe der Sicherung. Wenn die maximal unterstützte Datenbankgröße 64 TiB beträgt und die Größe der Sicherung 30 TiB beträgt, beträgt die maximale Größe der wiederhergestellten Datenbank 34 TiB, wie im folgenden Beispiel:

    64 TiB - 30 TiB = 34 TiB

    Informationen zur maximalen Datenbankgröße, die von Amazon RDS for MySQL unterstützt wird, finden Sie unter Allzweck-SSD-Speicher und Bereitgestellter IOPS SSD-Speicher.

Übersicht über das Einrichten zum Importieren von Sicherungsdateien von Amazon S3 zu Amazon RDS

Dies sind die Komponenten, die Sie einrichten müssen, um Sicherungsdateien von Amazon S3 nach Amazon RDS zu importieren:

  • Einen Amazon S3-Bucket zum Speichern Ihrer Sicherungsdateien

  • Eine Sicherung Ihrer lokalen Datenbank, die von Percona XtraBackup erstellt wurde.

  • Eine AWS Identity and Access Management (IAM)-Rolle, um Amazon RDS den Zugriff auf den Bucket zu ermöglichen.

Wenn Sie bereits über einen Amazon S3-Bucket verfügen, können Sie diesen verwenden. Wenn noch kein Amazon S3-Bucket vorliegt, können Sie einen neuen erstellen. Wenn Sie einen neuen Bucket anlegen möchten, vgl. Erstellen eines Buckets.

Verwenden Sie das Percona XtraBackup-Tool, um Ihre Sicherung zu erstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen Ihrer Datenbanksicherung.

Wenn Sie bereits über eine IAM-Rolle verfügen, können Sie diese verwenden. Wenn Sie noch keine IAM-Rolle besitzen, können Sie manuell eine neue erstellen. Alternativ können Sie auch eine neue IAM-Rolle in Ihrem Konto erstellen lassen, die der Assistent für Sie erstellt, wenn Sie die Datenbank mithilfe der AWS Management Console wiederherstellen. Falls Sie manuell eine neue IAM-Rolle erstellen oder einer bestehenden IAM-Rolle Vertrauens- und Berechtigungsrichtlinien hinzufügen möchten, siehe Manuelles Erstellen einer IAM-Rolle. Wenn Sie eine neue IAM-Rolle für sich anlegen lassen möchten, gehen Sie vor wie beschrieben in Konsole.

Erstellen Ihrer Datenbanksicherung

Verwenden Sie die Percona XtraBackup-Software, um Ihre Sicherung zu erstellen. Sie können Percona XtraBackup über Download Percona XtraBackup installieren.

Anmerkung

Für die MySQL 8.0-Migration müssen Sie Percona XtraBackup 8.0 verwenden. Percona XtraBackup 8.0.12 und höhere Versionen unterstützen die Migration aller MySQL-Versionen. Wenn Sie zu Amazon RDS MySQL 8.0.20 oder höher migrieren, müssen Sie Percona XtraBackup 8.0.12 oder höher verwenden.

Für MySQL 5.7-Migrationen können Sie auch Percona XtraBackup 2.4 verwenden. Für Migrationen früherer MySQL-Versionen können Sie auch Percona XtraBackup 2.3 oder 2.4 verwenden.

Mit Percona XtraBackup können Sie eine vollständige Sicherung Ihrer MySQL-Datenbankdateien erstellen. Wenn Sie die MySQL-Datenbankdateien bereits mit Percona XtraBackup gesichert haben, können Sie auch die Verzeichnisse und Dateien der vollständigen und inkrementellen Sicherungen hochladen.

Weitere Informationen zum Sichern Ihrer Datenbank mit Percona XtraBackup finden Sie unter Percona XtraBackup - Dokumentation und Die xtrabackup-Binary auf der Percona-Website.

Erstellen einer vollständigen Sicherung mit Percona XtraBackup

Verwenden Sie das Percona XtraBackup-Dienstprogramm (xtrabackup), um eine vollständige Sicherung Ihrer MySQL-Datenbankdateien zu erstellen, die von Amazon S3 wiederhergestellt werden kann.

Mit dem folgenden Befehl können Sie beispielsweise eine Sicherung einer MySQL-Datenbank erstellen und die Dateien im Ordner /on-premises/s3-restore/backup speichern.

xtrabackup --backup --user=<myuser> --password=<password> --target-dir=</on-premises/s3-restore/backup>

Wenn Sie die Sicherung in einer Archivdatei komprimieren möchten (die bei Bedarf später aufgeteilt werden kann), können Sie Ihre Sicherung in einem der folgenden Formate speichern:

  • Gzip (.gz)

  • tar (.tar)

  • Percona xbstream (.xbstream)

Anmerkung

Percona XtraBackup 8.0 unterstützt ausschließlich Percona xbstream für die Komprimierung.

Mit dem folgenden Befehl wird eine Sicherung einer MySQL-Datenbank erstellt und in mehreren Gzip-Dateien gespeichert.

xtrabackup --backup --user=<myuser> --password=<password> --stream=tar \ --target-dir=</on-premises/s3-restore/backup> | gzip - | split -d --bytes=500MB \ - </on-premises/s3-restore/backup/backup>.tar.gz

Mit dem folgenden Befehl wird eine Sicherung einer MySQL-Datenbank erstellt und in mehreren tar-Dateien gespeichert.

xtrabackup --backup --user=<myuser> --password=<password> --stream=tar \ --target-dir=</on-premises/s3-restore/backup> | split -d --bytes=500MB \ - </on-premises/s3-restore/backup/backup>.tar

Mit dem folgenden Befehl wird eine Sicherung einer MySQL-Datenbank erstellt und in mehreren xbstream-Dateien gespeichert.

xtrabackup --backup --user=<myuser> --password=<password> --stream=xbstream \ --target-dir=</on-premises/s3-restore/backup> | split -d --bytes=500MB \ - </on-premises/s3-restore/backup/backup>.xbstream

Erstellen inkrementeller Sicherungen mit Percona XtraBackup

Wenn Sie mit Percona XtraBackup bereits vollständige und inkrementelle Sicherungen der MySQL-Datenbankdateien erstellt haben, müssen Sie die Datenbankdateien nicht erneut vollständig sichern und nach Amazon S3 hochladen. Sie können stattdessen viel Zeit sparen, indem Sie die vorhandenen Sicherungsverzeichnisse und -dateien in Ihren Amazon S3-Bucket hochladen. Weitere Informationen zum Erstellen inkrementeller Sicherungen mit Percona XtraBackup finden Sie unter Inkrementelle Sicherung.

Wenn Sie die Dateien der vollständigen und inkrementellen Sicherungen in einen Amazon S3-Bucket hochladen, müssen Sie den Inhalt des Basisverzeichnisses rekursiv kopieren. Es müssen sämtliche Verzeichnisse und Dateien der vollständigen und inkrementellen Sicherungen enthalten sein. Die Kopie im Amazon S3-Bucket muss die identische Verzeichnisstruktur aufweisen. Amazon RDS arbeitet alle Dateien und Verzeichnisse ab. Amazon RDS verwendet die in jeder inkrementellen Sicherung enthaltene Datei xtrabackup-checkpoints, um das Basisverzeichnis zu ermitteln und inkrementelle Sicherungen nach dem Bereich der Log-Sequenznummer (LSN) zu ordnen.

Überlegungen zur Datensicherung für Percona XtraBackup

Amazon RDS verarbeitet Sicherungsdateien auf Basis des Dateinamens. Achten Sie daher unbedingt darauf, dass die Namenserweiterungen der Sicherungsdateien dem Dateiformat entsprechen, z. B. .xbstream für Dateien, die im xbstream-Format von Percona gespeichert wurden.

Amazon RDS verarbeitet Sicherungsdateien in alphanumerischer Reihenfolge. Verwenden Sie die Option split für den Befehl xtrabackup, um sicherzustellen, dass die Sicherungsdateien in der richtigen Reihenfolge geschrieben und benannt werden.

Amazon RDS unterstützt keine teilweisen Sicherungen, die mit Percona XtraBackup erstellt wurden. Sie können beim Sichern der Quelldateien Ihrer Datenbank nicht die folgenden Optionen verwenden, um eine Teilsicherung zu erstellen: --tables, --tables-exclude, --tables-file, --databases, --databases-exclude oder --databases-file.

Amazon RDS unterstützt inkrementelle Sicherungen, die mit Percona XtraBackup erstellt wurden. Weitere Informationen zum Erstellen inkrementeller Sicherungen mit Percona XtraBackup finden Sie unter Inkrementelle Sicherung.

Manuelles Erstellen einer IAM-Rolle

Wenn Sie noch keine IAM-Rolle besitzen, können Sie manuell eine neue erstellen. Alternativ können Sie auch eine neue IAM-Rolle erstellen lassen, die der Assistent für Sie erstellt, wenn Sie die Datenbank mithilfe der AWS Management Console wiederherstellen. Wenn Sie eine neue IAM-Rolle für sich anlegen lassen möchten, gehen Sie vor wie beschrieben in Konsole.

Zum manuellen Erstellen einer neuen IAM-Rolle für das Importieren der Datenbank aus Amazon S3 erstellen Sie eine Rolle, um Berechtigungen von Amazon RDS an den Amazon S3-Bucket weiterzugeben. Beim Anlegen einer IAM-Rolle geben Sie Vertrauens- und Berechtigungsrichtlinien an. Um Ihre Sicherungsdateien aus Amazon S3 zu importieren, verwenden Sie Vertrauens- und Berechtigungsrichtlinien, ähnlich den folgenden Beispielen. Weitere Informationen zum Erstellen der Rolle finden Sie unter Erstellen einer Rolle zum Delegieren von Berechtigungen an einen AWS-Service.

Alternativ können Sie auch eine neue IAM-Rolle erstellen lassen, die der Assistent für Sie erstellt, wenn Sie die Datenbank mithilfe der AWS Management Console wiederherstellen. Wenn Sie eine neue IAM-Rolle für sich anlegen lassen möchten, gehen Sie vor wie beschrieben in Konsole.

Für die Vertrauens- und Berechtigungsrichtlinien müssen Sie einen Amazon-Ressourcennamen (ARN) angeben. Weitere Informationen zur ARN-Formatierung finden Sie unter Amazon-Ressourcennamen (ARNs) und AWS-Service-Namespaces.

Beispiel Vertrauensrichtlinie für den Import aus Amazon S3

{ "Version": "2012-10-17", "Statement": [{ "Effect": "Allow", "Principal": {"Service": "rds.amazonaws.com"}, "Action": "sts:AssumeRole" }] }

Beispiel Berechtigungsrichtlinie für den Import aus Amazon S3 — IAM-Benutzerberechtigungen

{ "Version":"2012-10-17", "Statement": [ { "Sid":"AllowS3AccessRole", "Effect":"Allow", "Action":"iam:PassRole", "Resource":"arn:aws:iam::IAM User ID:role/S3Access" } ] }

Beispiel Berechtigungsrichtlinie für den Import aus Amazon S3 — Rollenberechtigungen

{ "Version": "2012-10-17", "Statement": [ { "Effect": "Allow", "Action": [ "s3:ListBucket", "s3:GetBucketLocation" ], "Resource": "arn:aws:s3:::bucket_name" }, { "Effect": "Allow", "Action": [ "s3:GetObject" ], "Resource": "arn:aws:s3:::bucket_name/prefix*" } ] }
Anmerkung

Wenn Sie ein Dateinamen-Präfix einfügen, fügen Sie das Sternchen (*) nach dem Präfix ein. Wenn Sie kein Präfix verwenden möchten, geben Sie nur ein Sternchen ein.

Importieren von Daten aus Amazon S3 in eine neue MySQL-DB-Instance

Sie können Daten mithilfe der AWS Management Console, AWS CLI oder RDS-API aus Amazon S3 in eine neue MySQL-DB-Instance importieren.

Um Daten aus Amazon S3 in eine neue MySQL DB-Instance zu importieren

  1. Melden Sie sich bei der AWS Management Console an und öffnen Sie die Amazon RDS-Konsole unter https://console.aws.amazon.com/rds/.

  2. Wählen Sie oben rechts in der Amazon RDS-Konsole die AWS-Region aus, in der Sie Ihre DB-Instance erstellen möchten. Wählen Sie dieselbe AWS-Region wie jene des Amazon S3-Bucket, die Ihre Datenbanksicherung enthält.

  3. Wählen Sie im Navigationsbereich Databases (Datenbanken) aus.

  4. Wählen Sie Wiederherstellung aus S3 um den Assistenten zu starten.

    Der Assistent öffnet die Seite Select engine (Engine auswählen).

  5. Wählen Sie auf der Seite Select Engine (Engine auswählen) die Option MySQL aus und klicken Sie auf Next (Weiter).

    Die Seite Details zur Quellsicherung angeben wird angezeigt.

    
                        Die Seite, auf der Sie die Details für die Sicherung Ihrer Quelldatenbank angeben.
  6. Geben Sie auf der Seite Details zur Quellsicherung angeben Ihre Sicherungsinformationen ein.

    1. Wählen Sie für Quellen-Engine die Option mysql aus.

    2. Wählen Sie für Quellen-Engine-Version die MySQL-Version Ihrer Quelldatenbank.

    3. Wählen Sie für S3-Bucket Ihren Amazon S3-Bucket aus.

    4. (Optional) Geben Sie für S3 folder path prefix (S3-Ordnerpfadpräfix) ein Dateipfadpräfix für die Dateien ein, die in Ihrem Amazon S3-Bucket gespeichert sind. Wenn Sie kein Präfix angeben, dann erstellt RDS Ihre DB-Instance unter Verwendung aller Dateien und Ordner im Stammordner des S3-Bucket. Wenn Sie ein Präfix angeben, erstellt RDS Ihre DB-Instance mit den Ordnern und Dateien im S3-Bucket, deren vollständiger Pfadname mit dem angegebenen Präfix beginnt. Beispiel: Sie speichern Sicherungsdateien auf S3 in einem Unterordner namens 'backups' und haben mehrere Sätze von Sicherungsdateien, die sich jeweils in einem eigenen Verzeichnis befinden (gzip_backup1, gzip_backup2 usw.). Sie müssen nun das Präfix backups/gzip_backup1 angeben, um die Wiederherstellung mit den Dateien im Ordner gzip_backup1 durchzuführen.

    5. Wählen Sie unter Neue Rolle erstellen die Option Ja aus, um eine neue IAM-Rolle für Ihr Konto anzulegen, oder klicken Sie auf Nein, um eine vorhandene IAM-Rolle auszuwählen.

    6. Wählen Sie im Feld IAM role (IAM-Rolle) eine bestehende IAM-Rolle aus oder geben Sie unter IAM role name (IAM-Rollenname) einen Namen für die neue IAM-Rolle an. Sie können veranlassen, das eine neue IAM-Rolle für Sie erstellt wird, indem Sie für Create a new role (Neue Rolle erstellen) die Option Yes (Ja) auswählen.

  7. Wählen Sie Weiter, um fortzufahren. Die Seite Specify DB Details (DB-Details angeben) wird angezeigt.

    Legen Sie auf der Seite Specify DB details (DB-Details festlegen) die DB-Instance-Informationen fest. Weitere Informationen zu den einzelnen Einstellungen finden Sie unter Einstellungen für DB-Instances.

    Anmerkung

    Vergewissern Sie sich, dass Sie genügend Speicherplatz für Ihre neue DB-Instance reservieren, damit die Wiederherstellung erfolgreich verlaufen kann. Sie können auch zusätzlichen Speicherplatz für zukünftiges Wachstum zuweisen.

  8. Wählen Sie Weiter, um fortzufahren. Die Seite Configure advanced Settings (Erweiterte Einstellungen konfigurieren) erscheint.

    Geben Sie weitere Informationen ein, die Amazon RDS für den Start der DB-Instance benötigt. Weitere Informationen zu den einzelnen Einstellungen finden Sie unter Einstellungen für DB-Instances.

  9. Wählen Sie Create database (Datenbank erstellen) aus.

Rufen Sie den Befehl restore-db-instance-from-s3 mit den folgenden Parametern auf, um Daten anhand der AWS CLI von Amazon S3 in eine neue MySQL-DB-Instance zu importieren. Weitere Informationen zu den einzelnen Einstellungen finden Sie unter Einstellungen für DB-Instances.

Anmerkung

Vergewissern Sie sich, dass Sie genügend Speicherplatz für Ihre neue DB-Instance reservieren, damit die Wiederherstellung erfolgreich verlaufen kann. Sie können auch zusätzlichen Speicherplatz für zukünftiges Wachstum zuweisen.

  • --allocated-storage

  • --db-instance-identifier

  • --db-instance-class

  • --engine

  • --master-username

  • --master-user-password

  • --s3-bucket-name

  • --s3-ingestion-role-arn

  • --s3-prefix

  • --source-engine

  • --source-engine-version

Beispiel

Für Linux, macOS oder Unix:

aws rds restore-db-instance-from-s3 \ --allocated-storage 250 \ --db-instance-identifier myidentifier \ --db-instance-class db.m4.large \ --engine mysql \ --master-username masterawsuser \ --master-user-password masteruserpassword \ --s3-bucket-name mybucket \ --s3-ingestion-role-arn arn:aws:iam::account-number:role/rolename \ --s3-prefix bucketprefix \ --source-engine mysql \ --source-engine-version 5.6.40

Für Windows:

aws rds restore-db-instance-from-s3 ^ --allocated-storage 250 ^ --db-instance-identifier myidentifier ^ --db-instance-class db.m4.large ^ --engine mysql ^ --master-username masterawsuser ^ --master-user-password masteruserpassword ^ --s3-bucket-name mybucket ^ --s3-ingestion-role-arn arn:aws:iam::account-number:role/rolename ^ --s3-prefix bucketprefix ^ --source-engine mysql ^ --source-engine-version 5.6.40

Rufen Sie die Operation RestoreDBInstanceFromS3 auf, um mithilfe der Amazon RDS-API Daten von Amazon S3 in eine neue MySQL DB-Instance zu importieren.