Amazon Simple Storage Service
Entwicklerhandbuch (API-Version 2006-03-01)

Beschränkungen und Einschränkungen von Buckets

Ein Bucket gehört dem AWS-Konto, das ihn erstellt hat. In der Standardeinstellung können Sie bis zu 100 Buckets in jedem Ihrer AWS-Konten erstellen. Wenn Sie weitere Buckets benötigen, können Sie Ihr Konto-Bucket-Limit auf maximal 1.000 Buckets erhöhen, indem Sie eine Service Limit-Erhöhung senden. Weitere Informationen über die Vorgehensweise zum Erhöhen von Limits für Ihr Konto, finden Sie unter AWS Service Limits in der Allgemeinen AWS-Referenz.

Das Bucket-Eigentum ist nicht übertragbar. Wenn ein Bucket jedoch leer ist, können Sie ihn löschen. Nachdem ein Bucket gelöscht wurde, steht der Name zur Wiederverwendung zur Verfügung. Aus verschiedenen Gründen steht er jedoch möglicherweise für Sie nicht zur Wiederverwendung zur Verfügung. Beispielsweise könnte ein anderes Konto einen Bucket mit diesem Namen erstellen. Beachten Sie auch, dass es einige Zeit dauern kann, bevor der Name wiederverwendet werden kann. Wenn Sie also weiterhin denselben Bucket-Namen verwenden wollen, sollten Sie den Bucket nicht löschen.

Es können beliebig viele Objekte in einem Bucket platziert werden, und es entsteht kein Unterschied im Hinblick auf die Leistung, egal, ob Sie viele Buckets oder nur ein paar verwenden. Sie können alle Ihre Objekte in einem einzigen Bucket speichern, oder sie über mehrere Buckets verteilen.

Wichtig

Nachdem Sie einen Bucket erstellt haben, können Sie seine Region nicht mehr ändern.

Es ist nicht möglich, einen Bucket in einem anderen Bucket zu erstellen.

Das Hochverfügbarkeits-Engineering von Amazon S3 konzentriert sich auf get-, put-, list- und delete-Operationen. Bucket-Operationen arbeiten in einem zentralen, globalen Ressourcenraum, deshalb ist es nicht sinnvoll, Buckets über den Hochverfügbarkeits-Codepfad Ihrer Anwendung zu erstellen oder zu löschen. Sinnvoller ist es, Buckets in einer separaten Initialisierungs- oder Einrichtungsroutine zu erstellen oder zu löschen, die seltener ausgeführt wird.

Anmerkung

Wenn Ihre Anwendung automatisch Buckets erstellt, wählen Sie ein Bucket-Namensschema, das wahrscheinlich keine Namenskonflikte verursacht. Stellen Sie sicher, dass Ihre Anwendungslogik einen anderen Bucket-Namen auswählt, wenn ein Bucket-Name bereits vergeben ist.

Regeln für die Bucket-Benennung

Der Name eines erstellten S3-Buckets kann nicht nachträglich geändert werden, wählen Sie ihn deshalb sorgfältig aus.

Wichtig

Am 1. März 2018 haben wir unsere Benennungskonventionen für S3-Buckets in der Region USA Ost (Nord-Virginia) aktualisiert, um sie den von uns in allen anderen weltweiten AWS-Regionen verwendeten Benennungskonventionen anzugleichen. Amazon S3 unterstützt keine Bucket-Namen mehr, die Großbuchstaben oder Unterstriche enthalten. Diese Änderung stellt sicher, dass jeder Bucket über die Adressierung im Stil eines virtuellen Hosts angesprochen werden kann, wie z.B. https://myawsbucket.s3.amazonaws.com. Wir raten Ihnen dringend, Ihre bestehenden Bucket-Erstellungsprozesse zu überprüfen, um sicherzustellen, dass Sie diese DNS-konformen Namenskonventionen einhalten.

Nachfolgend finden Sie die Regeln für die Benennung von S3-Buckets in allen AWS-Regionen:

  • Bucket-Namen müssen unter allen in Amazon S3 vorhandenen Bucket-Namen eindeutig sein.

  • Bucket-Namen müssen konform zu den DNS-Namenskonventionen sein.

  • Bucket-Namen müssen mindestens 3 und dürfen höchstens 63 Zeichen umfassen.

  • Bucket-Namen dürfen keine Großbuchstaben oder Unterstriche enthalten.

  • Bucket-Namen müssen mit einem Kleinbuchstaben oder einer Zahl beginnen.

  • Bucket-Namen müssen eine Folge aus einer oder mehreren Beschriftungen darstellen. Benachbarte Beschriftungen werden durch einen einzelnen Punkt (.) voneinander getrennt. Die Bucket-Namen können Kleinbuchstaben, Zahlen und Bindestriche enthalten. Jede Beschriftung muss mit einem Kleinbuchstaben oder einer Zahl beginnen und enden.

  • Bucket-Namen dürfen nicht als IP-Adresse formatiert sein (zum Beispiel 192.168.5.4).

  • Bei Verwendung von Buckets im Stil eines virtuellen Hostings mit SSL (Secure Sockets Layer) stimmt das SSL-Wildcard-Zertifikat nur mit Buckets überein, die keine Punkte enthalten. Um dies zu umgehen, verwenden Sie HTTP oder schreiben Sie Ihre eigene Logik zur Verifizierung von Zertifikaten. Wir empfehlen, bei der Verwendung von Buckets im Stil des virtuellen Hostings keine Punkte („.“) in Bucket-Namen zu verwenden.

Alte, nicht mit DNS konforme Bucket-Namen

Ab dem 1. März 2018 haben wir unsere Namenskonventionen für S3-Buckets in der Region USA Ost (Nord-Virginia) aktualisiert, um DNS-konforme Namen erforderlich zu machen.

Die Region USA Ost (Nord-Virginia) hat zuvor lockerere Standards für die Benennung von Buckets zugelassen, was dazu führen hätte können, dass Bucket-Namen verwendet werden, die nicht DNS-konform sind. MyAWSbucket war z. B. ein gültiger Bucket-Name, obwohl er Großbuchstaben enthält. Wenn Sie versuchen, auf diesen Bucket mithilfe einer virtuell gehosteten Anfrage (http://MyAWSbucket.s3.amazonaws.com/yourobject) zuzugreifen, dann wird die URL zum Bucket myawsbucket und nicht zum Bucket MyAWSbucket aufgelöst. Als Antwort gibt Amazon S3 dann einen Fehler des Typs „Bucket nicht gefunden“ zurück. Weitere Informationen zum Zugriff auf Ihre Buckets im Stil des virtuellen Hostings finden Sie unter Virtuelles Hosting bei Buckets.

Die alten Regeln für Bucket-Namen in der Region USA Ost (Nord-Virginia) ließen Bucket-Namen mit bis zu 255 Zeichen zu, ebenso wie Bucket-Namen mit beliebigen Kombinationen aus Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahlen, Punkten (.), Trennstrichen (-) und Unterstrichen (_).

Der Name des für Amazon S3 Transfer Acceleration verwendeten Buckets muss DNS-konform sein, und er darf keine Punkte (".") enthalten. Weitere Informationen zur Transfer Acceleration finden Sie unter Amazon S3 Transfer Acceleration.

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