Erstellen von Datensätzen durch Importieren einer Zonendatei - Amazon Route 53

Erstellen von Datensätzen durch Importieren einer Zonendatei

Wenn Sie eine Migration von einem anderen DNS-Serviceanbieter durchführen und dieser DNS-Serviceanbieter Sie die aktuellen DNS-Einstellungen in eine Zonendatei exportieren lässt, können Sie schnell alle Datensätze für eine gehostete Amazon-Route-53-Zone erstellen, indem Sie eine Zonendatei importieren.

Anmerkung

Eine Zonendatei verwendet ein Standardformat namens BIND zur Darstellung von Datensätzen in einem Textformat. Informationen zum Format einer Zonendatei finden Sie im Wikipedia-Eintrag Zonendatei. Weitere Informationen finden Sie in Abschnitt 3.6.1 von RFC 1034, Domain Names—Concepts and Facilities und in Abschnitt 5 von RFC 1035, Domain Names—Implementation and Specification.

Beachten Sie Folgendes, wenn Sie Datensätze durch Importieren einer Zonendatei erstellen möchten:

  • Die Zonendatei muss in einem RFC-konformen Format sein.

  • Der Domänenname jedes Datensatzes in einer gehosteten Zone muss mit dem Namen der gehosteten Zone enden.

  • Route 53 unterstützt die $ORIGIN- und $TTL-Schlüsselwörter. Wenn die Zonendatei $GENERATE oder $INCLUDE-Schlüsselwörter enthält, schlägt der Import fehl und Route 53 gibt einen Fehler zurück.

  • Wenn Sie die Zonendatei importieren, ignoriert Route 53 den SOA-Datensatz in der Zonendatei. Route 53 ignoriert auch alle NS-Datensätze, die denselben Namen haben wie die gehostete Zone.

  • Sie können maximal 1000 Datensätze importieren. Wenn Sie mehr als 1 000 Datensätze importieren müssen, können Sie das BIND-zu-Amazon-Route-53-Konversionstool verwenden.

  • Wenn die gehostete Zone bereits Datensätze enthält, die in der Zonendatei angezeigt werden, schlägt der Importvorgang fehl und es werden keine Datensätze erstellt.

  • Wir empfehlen, dass Sie den Inhalt der Zonendatei überprüfen, um zu bestätigen, dass Datensatznamen gegebenenfalls einen abschließenden Punkt enthalten oder ausschließen:

    • Wenn der Name eines Datensatzes in der Zonendatei einen abschließenden Punkt enthält (example.com.), interpretiert der Importprozess den Namen als voll qualifizierten Domänennamen und erstellt einen Route-53-Datensatz mit diesem Namen.

    • Wenn der Name eines Datensatz in der Zonendatei keinen abschließenden Punkt enthält (www), verbindet der Importprozess diesen Namen mit dem Domänennamen in der Zonendatei (example.com) und erstellt einen Route-53-Datensatz mit diesem zusammengefügten Namen (www.example.com).

    Wenn der Exportprozess keinen abschließenden Punkt zu den vollqualifizierten Domänennamen eines Datensatzes hinzufügt, fügt der Route-53-Importprozess den Domänennamen zum Namen des Datensatzes hinzu. Nehmen wir beispielsweise an, dass Sie Datensätze in die gehostete Zone example.com importieren und der Name eines MX-Datensatzes in dieser Zonendatei mail.example.com (ohne abschließenden Punkt) ist. Der Route-53-Importprozess erstellt einen MX-Datensatz mit dem Namen mail.example.com.example.com.

    Wichtig

    Für CNAME-, MX-, PTR- und SRV-Datensätze gilt dieses Verhalten auch für den Domänennamen, der im RDATA-Wert enthalten ist. Nehmen wir beispielsweise an, dass Sie eine Zonendatei für example.com haben. Wenn ein CNAME-Datensatz in der Zonendatei (support, ohne abschließenden Punkt) den RDATA-Wert www.example.com (auch ohne abschließenden Punkt) hat, erstellt der Importprozess einen Route-53-Datensatz mit dem Namen support.example.com, der Datenverkehr an www.example.com.example.com weiterleitet. Überprüfen Sie die RDATA-Werte und aktualisieren Sie sie entsprechend, bevor Sie Ihre Zonendatei importieren.

Route 53 unterstützt das Exportieren von Datensätzen in eine Zonendatei nicht.

So erstellen Sie Datensätze durch den Import einer Zonendatei:

  1. Sichern Sie sich eine Zonendatei vom DNS-Serviceanbieter, der aktuell den Service für die Domäne bereitstellt. Der Prozess und die Terminologie unterscheiden sich von einem Anbieter zum nächsten. Sehen Sie sich die Schnittstelle und Dokumentation Ihres Anbieters an, um Informationen zum Exportieren und Speichern Ihrer Datensätze in einer Zonendatei oder BIND-Datei zu erhalten.

    Wenn der Prozess komplizierter ist, bitten Sie den Kundendienst Ihres aktuellen DNS-Anbieters um Ihre Datensatzliste oder Zonendatei-Informationen.

  2. Melden Sie sich bei der AWS Management Console an und öffnen Sie die Route 53-Konsole unter https://console.aws.amazon.com/route53/.

  3. Klicken Sie im Navigationsbereich auf Hosted Zones (Gehostete Zonen).

  4. Erstellen Sie auf der Seite Hosted Zones (Gehostete Zonen) eine neue gehostete Zone:

    1. Wählen Sie Create hosted zone (Erstellte gehostete Zone).

    2. Geben Sie den Namen Ihrer Domäne und optional eine Anmerkung ein.

    3. Wählen Sie Create (Erstellen) aus.

  5. Wählen Sie Import Zone File (Zonendatei importieren).

  6. Fügen Sie im Bereich Import Zone File (Zonen-Datei importieren) die Inhalte Ihrer Zonendatei in das Textfeld Zone File (Zonendatei) ein.

  7. Wählen Sie Import.

    Anmerkung

    Abhängig von der Anzahl der Datensätze in Ihrer Zonendatei müssen Sie möglicherweise einige Minuten warten, bis die Datensätze erstellt sind.

  8. Wenn Sie einen anderen DNS-Service für die Domäne verwenden (was üblich ist, wenn Sie Ihre Domäne bei einer anderen Vergabestelle registriert haben), können Sie den DNS-Service zu Route 53 migrieren. Wenn dieser Schritt abgeschlossen ist, erkennt Ihre Vergabestelle Route 53 als Ihren DNS-Service bei DNS-Abfragen für Ihre Domäne und die Abfragen werden an Route-53-DNS-Server gesendet. (In der Regel dauert es ein oder zwei Tage, bis DNS-Abfragen zu Route 53 geleitet werden, weil die Informationen zu Ihrem vorherigen DNS-Service so lange im Cache von DNS-Resolvern abgelegt sind.) Weitere Informationen finden Sie unter Amazon Route 53 zum DNS-Dienst für eine vorhandene Domäne machen.