Auswählen einer Routing-Richtlinie - Amazon Route 53

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Auswählen einer Routing-Richtlinie

Wenn Sie einen Datensatz erstellen, müssen Sie eine Routing-Richtlinie auswählen, die bestimmt, wie Amazon Route 53 auf Abfragen reagiert:

  • Einfache Routing-Richtlinie – wird für eine einzelne Ressource verwendet, die eine bestimmte Funktion für Ihre Domäne übernimmt, beispielsweise ein Webserver, der für die Inhalte für die Website example.com zuständig ist.

  • Failover-Routing-Richtlinie – wird verwendet, wenn Sie ein Aktiv-Passiv-Failover konfigurieren möchten.

  • Geolocation-Routing-Richtlinie – wird verwendet, wenn Sie den Datenverkehr auf Basis des Standorts Ihrer Benutzer weiterleiten möchten.

  • Routing-Richtlinie auf der Grundlage der geografischen Nähe – wird verwendet, wenn Sie den Datenverkehr auf der Basis des Standorts Ihrer Ressourcen weiterleiten möchten und optional den Datenverkehr von Ressourcen an einem Standort zu Ressourcen an einem anderen Standort verschieben möchten.

  • Latenz-Routing-Richtlinie – wird verwendet, wenn Sie Ressourcen in mehreren AWS-Regionen haben und Datenverkehr an die Region weiterleiten möchten, die die niedrigste Latenz bietet.

  • Mehrwertige Antwort-Routing-Richtlinie – wird verwendet, wenn Sie möchten, dass Route 53 mit bis zu acht zufällig ausgewählten und fehlerfreien Datensätzen auf DNS-Abfragen antwortet.

  • Gewichtete Routing-Richtlinie – wird verwendet, um Datenverkehr in festgelegten Proportionen zu mehreren Ressourcen weiterzuleiten.

Einfaches Routing

Einfaches Routing ermöglicht die Konfiguration von Standard-DNS-Datensätzen ohne spezielles Route 53-Routing, wie z. B. gewichtet oder Latenz. Bei einfachem Routing leiten Sie den Datenverkehr normalerweise an eine einzelne Ressource weiter, beispielsweise an einen Webserver für Ihre Website.

Wenn Sie die einfache Routing-Richtlinie in der & Route 53-Konsole auswählen, können Sie nicht mehrere Datensätze mit demselben Namen und desselben Typs erstellen. Sie können jedoch mehrere Werte im selben Datensatz angeben, z. B. mehrere IP-Adressen. (Wenn Sie die einfache Routing-Richtlinie für einen Aliasdatensatz auswählen, können Sie nur eine AWS-Ressource oder einen Datensatz in der aktuellen gehosteten Zone angeben.) Wenn Sie mehrere Werte in einem Datensatz angeben, gibt Route 53 alle Werte in zufälliger Reihenfolge an den rekursiven Resolver zurück, und der Resolver gibt die Werte an den Client (z. B. einen Webbrowser) zurück, der die DNS-Abfrage gesendet hat. Der Client wählt dann einen Wert aus und sendet die Abfrage erneut.

Informationen zu Werten, die Sie angeben, wenn Sie die einfache Routingrichtlinie zum Erstellen von Datensätzen verwenden, finden Sie in den folgenden Themen:

Failover-Routing

Failover-Routing ermöglicht es Ihnen, Datenverkehr zu einer Ressource weiterzuleiten, wenn die Ressource fehlerfrei ist, oder zu einer anderen Ressource, wenn es bei der ersten Ressource ein Problem gibt. Die primären und sekundären Datensätze können Datenverkehr zu allem weiterleiten, von einem als Website konfigurierten Amazon S3-Bucket bis hin zu einer komplexen Datensatzstruktur. Weitere Informationen finden Sie unter Aktiv/Passiv-Failover.

Informationen zu Werten, die Sie angeben, wenn Sie die einfache Failover-Routingrichtlinie zum Erstellen von Datensätzen verwenden, finden Sie in den folgenden Themen:

Geolocation-Routing

Geolocation-Routing ermöglicht es Ihnen, die angesteuerten Ressourcen auf Basis des geographischen Standorts Ihrer Benutzer auszuwählen, also auf Basis des Standorts, von dem aus DNS-Abfragen gesendet werden. Sie können beispielsweise alle Abfragen aus Europa an einem ELB-Load Balancer in der Region Frankfurt weiterleiten.

Wenn Sie Geolocation-Routing verwenden, können Sie Ihre Inhalte lokalisieren und Ihre Website ganz oder teilweise in der Sprache Ihrer Benutzer präsentieren. Außerdem können Sie mit dem Geolocation-Routing die Verteilung von Inhalten auf Standorte beschränken, für die Sie Verteilungsrechte besitzen. Eine andere Einsatzmöglichkeit besteht im Lastenausgleich über Endpunkte auf vorhersehbare und leicht zu verwaltende Weise, sodass jeder Benutzerstandort konsistent an denselben Endpunkt weitergeleitet wird.

Sie können geografische Standorte nach Kontinent, Land oder Staat in den Vereinigten Staaten angeben. Wenn Sie getrennte Datensätze für sich überschneidende geografische Regionen erstellen—z. B. einen Datensatz für Nordamerika und einen für Kanada—hat die kleinste geographische Region Priorität. Auf diese Weise können Sie einige Abfragen für einen Kontinent zu einer Ressource leiten und Abfragen für ausgewählte Länder auf diesem Kontinent zu einer anderen Ressource leiten. (Eine Liste der Länder auf jedem Kontinent finden Sie unter Location.)

Bei Geolocation werden IP-Adressen Standorten zugeordnet. Einige IP-Adressen sind jedoch keinem geographischen Ort zugeordnet. Wenn Sie also Geolocation-Datensätze erstellen, die alle sieben Kontinente abdecken, kann Amazon Route 53 dennoch DNS-Abfragen von Standorten erhalten, die nicht identifiziert werden können. Sie können ein Standarddatensatz erstellen, der für Abfragen von IP-Adressen angewendet wird, die keinem Standort zugeordnet sind, und für Abfragen von Standorten, für die Sie keine Geolocation-Datensätze erstellt haben. Wenn Sie keinen Standarddatensatz erstellen, gibt Route 53 "keine Antwort" für Abfragen von diesen Standorten zurück.

Weitere Informationen finden Sie unter Wie Amazon Route 53 EDNS0 zur Schätzung des Standorts eines Benutzers nutzt.

Informationen zu Werten, die Sie angeben, wenn Sie die einfache Geolocation-Routingrichtlinie zum Erstellen von Datensätzen verwenden, finden Sie in den folgenden Themen:

Weiterleitung auf der Grundlage der geografischen Nähe (nur Datenverkehrsfluss)

Mithilfe der Weiterleitung auf der Grundlage der geografischen Nähe kann Amazon Route 53 den Datenverkehr auf der Grundlage des geografischen Standorts Ihrer Benutzer und Ressourcen an Ihre Ressourcen weiterleiten. Sie können optional auch mehr oder weniger Datenverkehr zu einer bestimmtem Ressource weiterleiten, indem Sie einen Wert angeben, der als Bias bezeichnet wird. Ein Bias-Wert vergrößert oder verkleinert die geografische Region, aus der Datenverkehr an eine Ressource weitergeleitet wird.

Um die Weiterleitung aufgrund der geografischen Nähe zu verwenden, müssen Sie den Route 53Datenverkehr von verwenden. Sie erstellen Regeln für die geografische Nähe für Ihre Ressourcen und geben für jede Regel einen der folgenden Werte an:

  • Wenn Sie AWS-Ressourcen verwenden, die AWS-Region, in der Sie die Ressource erstellt haben

  • Wenn Sie andere als AWS-Ressourcen verwenden, der Längen- und Breitengrad der Ressource

Um optional die Größe der geografischen Region zu ändern, aus der Route 53 Datenverkehr an eine Ressource weiterleitet, geben Sie für den Bias-Wert den gültigen Wert an:

  • Um die Größe der geografischen Region zu erweitern, aus der Route 53 Datenverkehr an eine Ressource weiterleitet, geben Sie für den Bias-Wert eine positive Ganzzahl von 1 bis 99 an. Route 53 verkleinert die Größe der angrenzenden Regionen.

  • Um die Größe der geografischen Region zu verkleinern, aus der Route 53 Datenverkehr an eine Ressource weiterleitet, geben Sie einen negativen Bias-Wert von -1 bis -99 an. Route 53 erweitert die Größe der angrenzenden Regionen.

Die folgende Karte zeigt vier AWS-Regionen (1 bis 4) und einen Ort in Johannesburg, Südafrika, der nach Längen- und Breitengrad (5) angegeben wird.


					Eine Weltkarte, die zeigt, wie der Datenverkehr weitergeleitet wird, wenn Sie Datensätze der geografischen Nähe für Ressourcen in den AWS-Regionen USA West (Oregon), USA Ost (Nord-Virginia), EU West (Paris) und Asien-Pazifik (Tokio) und einen Datensatz für eine Nicht-AWS-Ressource in Johannesburg, Südafrika, haben.

Die folgende Karte zeigt, was passiert, wenn Sie einen Bias-Wert von +25 für die Region USA Ost (Nord-Virginia) (2 auf der Karte) hinzufügen. Der Datenverkehr wird an die Ressource in dieser Region aus einem größeren Teil Nordamerikas als zuvor und aus ganz Südamerika weitergeleitet.


					Eine Weltkarte, die zeigt, wie der Datenverkehr weitergeleitet wird, wenn Sie einen Bias-Wert von +25 in der Region USA Ost (Nord-Virginia) hinzufügen.

Die folgende Karte zeigt, was passiert, wenn Sie einen Bias-Wert von -25 für die Region USA Ost (Nord-Virginia) hinzufügen. Der Datenverkehr wird an die Ressource in dieser Region aus kleineren Teilen Nord- und Südamerikas als zuvor weitergeleitet und mehr Datenverkehr an Ressourcen in den angrenzenden Regionen 1, 3 und 5.


					Eine Weltkarte, die zeigt, wie der Datenverkehr weitergeleitet wird, wenn Sie einen Bias-Wert von -25 in der Region USA Ost (Nord-Virginia) hinzufügen.

Die Auswirkungen der Änderung des Bias-Werts für Ihre Ressourcen ist von einer Reihe von Faktoren abhängig, einschließlich der folgenden:

  • Die Anzahl der Ressourcen, die Sie besitzen.

  • Die Nähe der Ressourcen zueinander.

  • Die Anzahl der Benutzer, die Sie in der Nähe des Grenzbereichs zwischen geografischen Regionen besitzen. Angenommen, Sie verfügen über Ressourcen in den AWS-Regionen USA Ost (Nord-Virginia) und USA West (Oregon) und viele Ihrer Benutzer befinden sich in in Dallas, Austin, und San Antonio, Texas, USA. Diese Städten befinden sich in diesem Fall so ziemlich in der Mitte zwischen Ihren Ressourcen. Daher könnte eine kleine Änderung des Bias-Werts zu einer großen Verlagerung des Datenverkehrs von Ressourcen in einer AWS-Region zu einer anderen führen.

Es wird empfohlen, den Bias-Wert in kleinen Schritten zu ändern, um eine Überlastung Ihrer Ressourcen aufgrund einer unerwarteten Verlagerung des Datenverkehrs zu vermeiden.

Weitere Informationen finden Sie unter Wie Amazon Route 53 EDNS0 zur Schätzung des Standorts eines Benutzers nutzt.

So verwendet Amazon Route 53 Bias-Werte zum Weiterleiten von Datenverkehr

Mit folgender Formel bestimmt Amazon Route 53, wie der Datenverkehr weitergeleitet wird:

Positiver Bias-Wert

Biased distance = actual distance * [1 - (bias/100)]

Negativer Bias-Wert

Biased distance = actual distance / [1 + (bias/100)]

Wenn der Bias-Wert positiv ist, behandelt Route 53 die Quelle einer DNS-Abfrage und die Ressource, die Sie in einem Datensatz der geografischen Nähe angeben (z. B. eine EC2 Instance in einer AWS-Region), als näher zusammen, als sie es tatsächlich sind. Angenommen, Sie haben folgende Datensätze der geografischen Nähe:

  • Einen Datensatz für Webserver A mit dem positiven Bias-Wert 50

  • Einen Datensatz für Webserver B ohne Bias-Wert

Wenn ein Datensatz der geografischen Nähe über den positiven Bias-Wert 50 verfügt, halbiert Route 53 die Entfernung zwischen der Quelle einer Abfrage und der Ressource für diesen Datensatz. Anschließend berechnet Route 53, welche Ressourcen näher an der Quelle der Abfrage liegt. Nehmen wir an, Webserver A ist 150 Kilometer von der Quelle einer Abfrage und Webserver B 100 Kilometer von der Quelle der Abfrage entfernt. Wenn kein Datensatz über einen Bias-Wert verfügt, leitet Route 53 die Abfrage an Webserver B weiter, da dieser näher liegt. Da der Datensatz für Webserver A jedoch über einen positiven Bias-Wert 50 verfügt, behandelt Route 53 Webserver A so, als wäre er 75 Kilometer von der Quelle der Abfrage entfernt. Dies hat zur Folge, dass Route 53 die Abfrage an Webserver A weiterleitet.

Nachfolgend ist die Berechnung für den positiven Bias-Wert 50 aufgeführt:

Bias = 50 Biased distance = actual distance * [1 - (bias/100)] Biased distance = 150 kilometers * [1 - (50/100)] Biased distance = 150 kilometers * (1 - .50) Biased distance = 150 kilometers * (.50) Biased distance = 75 kilometers

Latenzbasiertes Routing

Wenn Ihre Anwendung in mehreren &AWS-Regionen gehostet wird, können Sie die Leistung für Ihre Benutzer verbessern, indem Sie für deren Anforderungen die &AWS-Region mit der niedrigsten Latenz verwenden.

Anmerkung

Die Daten über die Latenz zwischen Benutzern und Ihren Ressourcen basieren ausschließlich auf dem Datenverkehr zwischen Benutzern und AWS-Rechenzentren. Wenn Sie keine Ressourcen in einer AWS-Region verwenden, kann die tatsächliche Latenz zwischen Ihren Benutzern und Ihren Ressourcen erheblich von den AWS-Latenzdaten abweichen. Dies gilt auch dann, wenn sich Ihre Ressourcen in derselben Stadt wie eine AWS-Region befinden.

Um latenzbasiertes Routing zu verwenden, erstellen Sie Latenzdatensätze für Ihre Ressourcen in mehreren AWS-Regionen. Wenn Route 53 eine DNS-Abfrage für Ihre Domäne oder Subdomäne erhält (example.com oder acme.example.com), wird ermittelt, für welche AWS-Regionen Sie Latenzdatensätze erstellt haben und welche Region dem Benutzer die niedrigste Latenz bietet. Anschließend wird dann ein Latenzdatensatz für diese Region ausgewählt. Route 53 antwortet mit dem Wert aus dem ausgewählten Datensatz, z. B. der IP-Adresse für einen Webserver.

Nehmen wir beispielsweise an, dass Sie ELB-Load Balancer in der Region USA West (Oregon) und in der Region Asien-Pazifik (Singapur) haben. Sie haben einen Latenzdatensatz für jeden Load Balancer erstellt. Wenn nun ein Benutzer in London den Namen Ihrer Domäne in einen Browser eingibt, geschieht Folgendes:

  1. DNS leitet die Abfrage an einen Route 53-Namensserver weiter.

  2. Route 53 sieht sich die Latenzdaten zwischen London und der Region Singapur und zwischen London und der Region Oregon an.

  3. Wenn die Latenz zwischen den Regionen London und Oregon geringer ist, beantwortet Route 53 die Abfrage mit der IP-Adresse für den Oregon-Load Balancer. Wenn die Latenz zwischen den Regionen London und Singapur geringer ist, beantwortet Route 53 die Abfrage mit der IP-Adresse für den Singapur-Load Balancer.

Die Latenz zwischen Hosts im Internet kann sich im Laufe der Zeit ändern. Der Grund dafür sind Veränderungen in puncto Netzwerkkonnektivität und Routing. Latenzbasiertes Routing basiert auf Latenzmessungen, die während eines bestimmten Zeitraums durchgeführt werden, und die Messungen tragen diesen Änderungen Rechnung. Eine Anforderung, die diese Woche in die Region Oregon weitergeleitet wird, kann in der darauffolgenden Woche in die Region Singapur weitergeleitet werden.

Anmerkung

Wenn ein Browser oder anderer Betrachter einen DNS-Resolver verwendet, der die edns-client-subnet-Erweiterung von EDNS0 unterstützt, sendet der DNS-Resolver Route 53 eine abgeschnittene Version der IP-Adresse des Benutzers. Wenn Sie latenzbasiertes Routing konfigurieren, berücksichtigt Route 53 diesen Wert, wenn Datenverkehr zu Ihren Ressourcen weitergeleitet wird. Weitere Informationen finden Sie unter Wie Amazon Route 53 EDNS0 zur Schätzung des Standorts eines Benutzers nutzt.

Informationen zu Werten, die Sie angeben, wenn Sie die einfache Latenz-Routingrichtlinie zum Erstellen von Datensätzen verwenden, finden Sie in den folgenden Themen:

Mehrwertiges Antwort-Routing

Bei mehrwertigem Antwort-Routing können Sie Amazon Route 53 so konfigurieren, dass mehrere Werte als Antwort auf DNS-Abfragen zurückgegeben werden, beispielsweise IP-Adressen für Ihre Webserver. Sie können mehrere Werte für nahezu jeden Datensatz festlegen, doch das mehrwertige Antwort-Routing ermöglicht es Ihnen auch, den Zustand jeder Ressource zu überprüfen, sodass Route 53 nur Werte für fehlerfreie Ressourcen zurückgibt. Dies ist kein Ersatz für einen Load Balancer, doch die Möglichkeit, mehrere IP-Adressen mit überprüfbarem Zustand zurückzugeben, ist eine Möglichkeit, DNS zur Verbesserung der Verfügbarkeit und des Lastenausgleichs zu verwenden.

Wenn Sie Datenverkehr praktisch zufällig zu mehreren Ressourcen weiterleiten möchten, beispielsweise zu Webservern, können Sie jetzt einen mehrwertigen Antwortdatensatz für jede Ressource erstellen und optional jedem Datensatz eine Route 53-Zustandsprüfung zuordnen. Route 53 beantwortet DNS-Abfragen mit bis zu acht fehlerfreien Datensätzen und gibt verschiedenen DNS-Resolvern verschiedene Antworten. Wenn ein Webserver nicht mehr verfügbar ist, nachdem ein Resolver eine Antwort im Cache speichert, kann die Client-Software eine andere IP-Adresse in der Antwort ausprobieren.

Beachten Sie Folgendes:

  • Wenn Sie einem mehrwertigen Antwortdatensatz eine Zustandsprüfung zuordnen, beantwortet Route 53 DNS-Abfragen nur dann mit der entsprechenden IP-Adresse, wenn die Zustandsprüfung ein fehlerfreies Ergebnis liefert.

  • Wenn Sie einem mehrwertigen Antwortdatensatz keine Zustandsprüfung zuordnen, geht Route 53 immer davon aus, dass der Datensatz fehlerfrei ist.

  • Wenn Sie über acht oder weniger fehlerfreie Datensätze verfügen, beantwortet Route 53 alle DNS-Abfragen mit allen fehlerfreien Datensätzen.

  • Wenn alle Datensätze fehlerhaft sind, beantwortet Route 53 DNS-Abfragen mit bis zu acht fehlerhaften Datensätzen.

Informationen zu den Werten, die Sie angeben, wenn Sie die Richtlinie zum Weiterleiten von mehrwertigen Antworten zum Erstellen von Datensätzen verwenden, finden Sie unter Werte für mehrwertige Antwort-Datensätze.

Gewichtetes Routing

Beim gewichteten Routing können Sie mehrere Ressourcen einem einzelnen Domänennamen (example.com) oder Subdomänennamen (acme.example.com) zuordnen und auswählen, wieviel Datenverkehr zu jeder Ressource geleitet wird. Dies kann für verschiedene Zwecke nützlich sein, beispielsweise für den Lastenausgleich und das Testen neuer Softwareversionen.

Um gewichtetes Routing zu konfigurieren, müssen Sie Datensätze mit demselben Namen und Typ für jede Ihrer Ressourcen erstellen. Sie ordnen jedem Datensatz eine relative Gewichtung zu, die dem Volumen an Datenverkehr entspricht, das Sie jeder Ressource senden möchten. Amazon Route 53 sendet Datenverkehr auf Basis der Gewichtung, die Sie einem Datensatz zugeordnet haben, an eine Ressource. Diese Gewichtung stellt einen Anteil der Gesamtgewichtung für alle Datensätze in der Gruppe dar:


					Formel zur Berechnung, wie viel Datenverkehr an eine bestimmte Ressource weitergeleitet wird: Gewichtung für einen angegebenen Datensatz/Summe der Gewichtung für alle Datensätze.

Wenn Sie beispielsweise einen sehr kleinen Teil Ihres Datenverkehrs an eine Ressource senden möchten und den Rest an eine andere Ressource, können Sie Gewichtungen von 1 und 255 angeben. Die Ressource mit der Gewichtung 1 erhält 256th Datenverkehrs (1/(1+255)) und die andere Ressource erhält 256ths (255/(1+255)). Sie können dies Schrittweise durch Änderung der Gewichtungen ändern. Wenn Sie keinen Datenverkehr mehr an eine Ressource senden möchten, können Sie die Gewichtung für diesen Datensatz auf 0 setzen.

Informationen zu Werten, die Sie angeben, wenn Sie die einfache gewichtete Routingrichtlinie zum Erstellen von Datensätzen verwenden, finden Sie in den folgenden Themen:

Wie Amazon Route 53 EDNS0 zur Schätzung des Standorts eines Benutzers nutzt

Um die Genauigkeit von Geolocation-Routing, der Weiterleitung aufgrund der geografischen Nähe und Latenz-Routung zu verbessern, unterstützt Amazon Route 53 die Erweiterung edns-client-subnet von EDNS0. (EDNS0 fügt mehrere optionale Erweiterungen zum DNS-Protokoll hinzu.) Route 53 kann edns-client-subnet nur verwenden, wenn DNS-Resolver dies unterstützen:

  • Wenn ein Browser oder ein anderer Betrachter einen DNS-Resolver verwendet, der edns-client-subnet nicht unterstützt, verwendet Route 53 die Quell-IP-Adresse des DNS-Resolvers, um den Standort des Benutzers ungefähr zu bestimmen, und beantwortet Geolocation-Abfragen mit dem DNS-Datensatz für den Standort des Resolvers.

  • Wenn ein Browser oder anderer Betrachter einen DNS-Resolver verwendet, der edns-client-subnet unterstützt, sendet der DNS-Resolver Route 53 eine abgeschnittene Version der IP-Adresse des Benutzers. Route 53 bestimmt den Standort des Benutzers auf Basis der abgeschnittenen IP-Adresse anstelle der Quell-IP-Adresse des DNS-Resolvers. Das führt in der Regel zu einer präziseren Schätzung des Standorts eines Benutzers. Route 53 beantwortet Geolocation-Abfragen dann mit dem DNS-Datensatz für den Standort des Benutzers.

Weitere Informationen zu edns-client-subnet finden Sie im IETF-Entwurf Client-Subnetz in DNS-Anfragen.