Amazon Elastic Compute Cloud
Benutzerhandbuch für Linux-Instances

Instance-Speicher-Volumes auf SSD

Die folgenden Instances unterstützen Instance-Speicher-Volumes, die SSDs verwenden, um hohe Random-E/A-Leistung bereitzustellen: C, G2, 2, I3, M3, R3 und X1. Weitere Informationen zur Unterstützung von Instance-Speicher-Volumes durch die einzelnen Instance-Typen finden Sie unter Instance-Speicher-Volumes.

Um die beste IOPS-Leistung Ihrer SSD-Instance-Speicher-Volumes unter Linux sicherzustellen, empfehlen wir, die neueste Version von Amazon Linux oder eines anderen Linux-AMI mit einer Kernel-Version von 3.8 oder höher zu verwenden. Wenn Sie kein Linux-AMI mit einer Kernel-Version von 3.8 oder höher verwenden, erreicht Ihre Instance nicht die für diese Instance-Typen maximal verfügbare IOPS-Leistung.

Wie bei anderen Instance-Speicher-Volumes müssen Sie die SSD-Instance-Speicher-Volumes für Ihre Instance beim Start zuordnen. Die Daten auf einem SSD-Instance-Volume bleiben nur für die Dauer der zugehörigen Instance erhalten. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen von Instance-Speicher-Volumes zu Ihrer EC2-Instance.

NVMe-SSD-Volumes

Die folgenden Instances bieten nicht-flüchtige Memory Express (NVMe)-SSD-Instance-Speicher-Volumes: C5d, I3, I3en, F1, M5ad, M5d, p3dn.24xlarge, R5ad, R5d und z1d. Für den Zugriff auf NVMe-Volumes müssen die NVMe-Treiber installiert sein. Die folgenden AMIs erfüllen diese Anforderung:

  • Amazon Linux 2

  • Amazon Linux AMI 2018.03

  • Ubuntu 14.04 (mit linux-aws-Kernel) oder höher

  • Red Hat Enterprise Linux 7.4 oder höher

  • SUSE Linux Enterprise Server 12 SP2 oder höher

  • CentOS 7.4.1708 oder höher

  • FreeBSD 11.1 oder höher

Nachdem Sie die Verbindung mit Ihrer Instance hergestellt haben, können Sie die NVMe-Geräte mithilfe des Befehls lspci auflisten. Nachstehend finden Sie eine Beispiel-Ausgabe für eine i3.8xlarge-Instance, die vier NVMe-Geräte unterstützt.

[ec2-user ~]$ lspci 00:00.0 Host bridge: Intel Corporation 440FX - 82441FX PMC [Natoma] (rev 02) 00:01.0 ISA bridge: Intel Corporation 82371SB PIIX3 ISA [Natoma/Triton II] 00:01.1 IDE interface: Intel Corporation 82371SB PIIX3 IDE [Natoma/Triton II] 00:01.3 Bridge: Intel Corporation 82371AB/EB/MB PIIX4 ACPI (rev 01) 00:02.0 VGA compatible controller: Cirrus Logic GD 5446 00:03.0 Ethernet controller: Device 1d0f:ec20 00:17.0 Non-Volatile memory controller: Device 1d0f:cd01 00:18.0 Non-Volatile memory controller: Device 1d0f:cd01 00:19.0 Non-Volatile memory controller: Device 1d0f:cd01 00:1a.0 Non-Volatile memory controller: Device 1d0f:cd01 00:1f.0 Unassigned class [ff80]: XenSource, Inc. Xen Platform Device (rev 01)

Wenn Sie ein unterstütztes Betriebssystem verwenden, aber die NVMe-Geräte nicht angezeigt werden, überprüfen Sie mit dem folgenden Befehl, ob das NVMe-Modul geladen ist.

  • Amazon Linux, Amazon Linux 2, Ubuntu 14/16, Red Hat Enterprise Linux, SUSE Linux Enterprise Server, CentOS 7

    $ lsmod | grep nvme nvme 48813 0
  • Ubuntu 18

    $ cat /lib/modules/$(uname -r)/modules.builtin | grep nvme s/nvme/host/nvme-core.ko kernel/drivers/nvme/host/nvme.ko kernel/drivers/nvmem/nvmem_core.ko

Die NVMe-Volumes erfüllen die Spezifikation NVMe 1.0a. Sie können die NVMe-Befehle bei Ihren NVMe-Volumes verwenden. In Amazon Linux können Sie das nvme-cli-Paket aus dem Repository mit dem Befehl yum install installieren. Bei anderen unterstützten Linux-Versionen können Sie das nvme-cli-Paket herunterladen, wenn es im Abbild nicht verfügbar ist.

Die Daten zum NVMe-Instance-Speicher sind mittels einer XTS-AES-256-Blockverschlüsselung verschlüsselt, die in einem Hardwaremodul auf der Instance implementiert ist. Die Verschlüsselungsschlüssel werden mithilfe des Hardwaremoduls erstellt und sind für jedes NVMe-Instance-Speichergerät eindeutig. Alle Verschlüsselungsschlüssel werden zerstört, wenn die Instance angehalten oder beendet wird, und können nicht wiederhergestellt werden. Sie können diese Verschlüsselung nicht deaktivieren und keine eigenen Verschlüsselungsschlüssel bereitstellen.

TRIM-Unterstützung für Instance-Speicher-Volumes

Die folgenden Instances unterstützen SSD-Volumes mit TRIM: C5d, F1, I2, I3, I3en, M5ad, M5d, p3dn.24xlarge, R3, R5ad, R5d, und z1d.

Instance-Speicher-Volumes, die TRIM unterstützen, werden vollständig gekürzt, bevor sie Ihrer Instance zugeordnet werden. Diese Volumes sind beim Start einer Instance nicht mit einem Dateisystem formatiert, deshalb müssen Sie sie formatieren, bevor sie gemountet und verwendet werden können. Um den Zugriff auf diese Volumes zu beschleunigen, sollten Sie die TRIM-Operation beim Formatieren überspringen.

Bei Instance-Speicher-Volumes, die TRIM unterstützen, können Sie den TRIM-Befehl dazu verwenden, dem SSD-Controller mitzuteilen, wann Sie Daten nicht mehr benötigen, die Sie geschrieben haben. Auf diese Weise hat der Controller mehr freien Speicherplatz zur Verfügung, wodurch die Write Amplification reduziert und die Leistung erhöht wird. Unter Linux verwenden Sie den Befehl fstrim, um periodisches TRIM zu aktivieren.