Testen der E-Mail-Sendefunktion in Amazon SES - Amazon Simple Email Service

Testen der E-Mail-Sendefunktion in Amazon SES

Dieses Thema beschreibt, was geschieht, wenn Sie eine E-Mail mit SES senden, und die verschiedenen Ergebnisse, die auftreten können, nachdem die E-Mail gesendet wurde. Die folgende Abbildung bietet eine allgemeine Übersicht über den Sendevorgang:

  1. Eine Client-Anwendung, die als E-Mail-Sender fungiert, stellt eine Anforderung an SES zum Senden von E-Mails an einen oder mehrere Empfänger.

  2. Wenn die Anforderung gültig ist, akzeptiert SES die E-Mail.

  3. SES sendet die Nachricht über das Internet an den Empfänger. Sobald die Nachricht an SES übergeben ist, wird sie in der Regel sofort gesendet, wobei der erste Zustellungsversuch normalerweise innerhalb von Millisekunden erfolgt.

  4. An diesem Punkt gibt es verschiedene Möglichkeiten. Beispiel:

    1. Der ISP stellt die Nachricht dem Posteingang des Empfängers erfolgreich zu.

    2. Die E-Mail-Adresse des Empfängers ist nicht vorhanden, sodass der ISP eine Benachrichtigung zur Unzustellbarkeit an SES sendet. SES leitet die Benachrichtigung dann an den Sender weiter.

    3. Der Empfänger erhält die Nachricht, stuft sie jedoch als Spam ein und reicht eine Beschwerde beim ISP ein. Der ISP, der eine Feedback-Schleife in SES eingerichtet hat, sendet die Beschwerde an SES, von wo sie an den Sender weitergeleitet wird.

In den folgenden Abschnitten werden die einzelnen Ergebnisse erläutert, die möglich sind, nachdem ein Sender eine E-Mail-Anforderung an SES sendet und nachdem SES eine E-Mail-Nachricht an den Empfänger sendet.

Nachdem ein Sender eine E-Mail-Anforderung an SES sendet

Wenn der Sender eine Anforderung zum Senden einer E-Mail an SES stellt, kann der Aufruf erfolgreich sein oder fehlschlagen. In den folgenden Abschnitten wird beschrieben, was jeweils passiert.

Erfolgreiche Anforderung zum Senden

War die Anforderung an SES erfolgreich, gibt SES eine entsprechende Antwort an den Sender zurück. Diese Nachricht umfasst die Mitteilungs-ID, eine Zeichenfolge, mit der die Anforderung eindeutig identifiziert wird. Sie können die Nachrichten-ID verwenden, um die gesendete E-Mail zu identifizieren oder um Probleme zu verfolgen, die beim Versenden aufgetreten sind (Sie müssen zwischen einer Kennung und der SES-Nachrichten-ID, die SES bei Akzeptanz einer E-Mail an Sie zurückgibt, Ihre eigene Zuordnung speichern. SES stellt dann eine E-Mail-Nachricht basierend auf den Anforderungsparametern zusammen, scannt die Nachricht auf verdächtige Inhalte und Viren und sendet sie über das Internet mit Simple Mail Transfer Protocol (SMTP). Ihre Nachricht wird in der Regel sofort gesendet. Der erste Zustellungsversuch erfolgt normalerweise innerhalb von Millisekunden.

Anmerkung

Wenn SES die Anforderung des Absenders akzeptiert und feststellt, dass die Nachricht einen Virus enthält, hält SES die Verarbeitung der Nachricht an und versucht nicht, sie dem E-Mail-Server des Empfängers zuzustellen.

Fehlgeschlagene Anforderung zum Senden

Wenn die Anforderung zum Senden von E-Mails an SES des Senders fehlschlägt, reagiert SES mit einem Fehler und löscht die E-Mail. Die Anforderung kann aus verschiedenen Gründen fehlschlagen. Die Anforderung ist möglicherweise nicht ordnungsgemäß formatiert oder die E-Mail-Adresse wurde vom Sender nicht verifiziert.

Die Methode, mit der Sie ermitteln können, ob die Anforderung fehlgeschlagen ist, hängt davon ab, wie Sie SES aufrufen. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele dafür, wie Fehler und Ausnahmen zurückgegeben werden:

  • Wenn Sie SES über die Abfrage (HTTPS) oder API (SendEmail oder SendRawEmail) aufrufen, geben die Aktionen einen Fehler zurück. Weitere Informationen finden Sie unter der Amazon Simple Notification Service-API-Referenz.

  • Wenn Sie ein AWS-SDK für eine Programmiersprache verwenden, die Ausnahmen einsetzt, führt der Aufruf von SES zu einer MessageRejectedException. (Der Name der Ausnahme kann abhängig vom SDK etwas abweichen.)

  • Wenn Sie die SMTP-Schnittstelle verwenden, erhält der Sender einen SMTP-Antwort-Code, doch wie der Fehler weitergeleitet wird, hängt vom Client des Senders ab. Einige Clients zeigen möglicherweise einen Fehlercode an, andere hingegen nicht.

Informationen über die Fehler, die auftreten können, wenn Sie eine E-Mail mit SES senden, finden Sie unter Fehler beim Senden von E-Mails über Amazon SES.

Nachdem Amazon SES eine E-Mail gesendet hat

Wenn die Anforderung des Senders an SES erfolgreich ist, sendet SES die E-Mail mit einem der folgenden Ergebnisse:

  • Erfolgreiche Zustellung und der Empfänger lehnt die E-Mail nicht ab – die E-Mail wird vom ISP akzeptiert und der ISP liefert die E-Mail an den Empfänger aus. Eine erfolgreiche Zustellung ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

  • Permanente Unzustellbarkeit – die E-Mail wird vom ISP aufgrund einer persistenten Bedingung abgelehnt oder sie wird von SES nicht akzeptiert, da die E-Mail-Adresse in der Unterdrückungsliste von SES enthalten ist. Eine E-Mail-Adresse befindet sich auf der SES-Unterdrückungsliste, wenn sie kürzlich eine permanente Unzustellbarkeitsnachricht für einen SES-Kunden verursacht hat. Eine permanente Unzustellbarkeit durch einen ISP kann vorliegen, wenn die Adresse des Empfängers ungültig ist. Eine Benachrichtigung über die permanente Unzustellbarkeit wird vom ISP zurück an SES gesendet und von dort wird der Sender entweder per E-Mail oder über Amazon Simple Notification Service (Amazon SNS) benachrichtigt. Die Methode hängt von der Einrichtung des Senders ab. SES benachrichtigt den Sender von Unzustellbarkeiten aufgrund der Unterdrückungsliste mit der gleichen Methode. Der Pfad einer permanenten Unzustellbarkeit für einen ISP ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

  • Temporäre Unzustellbarkeit – der ISP kann die E-Mail dem Empfänger aufgrund einer temporären Bedingung nicht zustellen. Der ISP ist z. B. zu beschäftigt, um die Anforderung zu bearbeiten, oder das Postfach des Empfängers ist voll. Eine temporäre Unzustellbarkeit kann auch auftreten, wenn die Domäne nicht vorhanden ist. Der ISP sendet eine Benachrichtigung über die temporäre Unzustellbarkeit zurück an SES oder im Falle einer nicht vorhandenen Domäne kann SES keinen E-Mail-Server für die Domäne finden. In beiden Fällen versucht SES über einen längeren Zeitraum, die E-Mail zuzustellen. Wenn SES die E-Mail in diesem Zeitraum nicht ausliefern kann, sendet es Ihnen eine Benachrichtigung über die Unzustellbarkeit per E-Mail oder über Amazon SNS. Wenn SES die E-Mail bei einem der Wiederholungsversuche dem Empfänger zuzustellen kann, ist die Zustellung erfolgreich. Eine temporäre Unzustellbarkeit ist in der folgenden Abbildung dargestellt. In diesem Fall versucht SES wiederholt, die E-Mail zu senden, und der ISP ist schließlich in der Lage, sie dem Empfänger zuzustellen.

  • Beschwerde – die E-Mail wird vom ISP akzeptiert und dem Empfänger zugestellt, dieser stuft sie jedoch als Spam ein und klickt auf die Schaltfläche „Als Spam markieren“ in seinem E-Mail-Client. Wenn SES eine Feedback-Schleife für den ISP eingerichtet hat, wird eine Beschwerdebenachrichtigung an SES gesendet, von wo sie an den Sender weitergeleitet wird. Da die meisten ISPs die E-Mail-Adresse des Empfängers, der sich beschwert hat, nicht offenlegen, stellt die Beschwerdebenachrichtigung vom SES dem Sender eine Liste der Empfänger bereit, die sich beschwert haben könnten. Dabei basiert die Einschätzung auf den Empfängern der ursprünglichen E-Mail und dem ISP, von dem SES die Beschwerde erhalten hat. Der Pfad einer Beschwerde ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

  • Automatische Antwort – die E-Mail wird vom ISP akzeptiert und der ISP stellt sie dem Empfänger zu. Der ISP sendet dann eine automatische Antwort wie eine Abwesenheitsnachricht an SES. SES leitet die automatische Antwortbenachrichtigung an den Sender weiter. Eine automatische Antwort ist in der folgenden Abbildung dargestellt.

    Stellen Sie sicher, dass Ihr SES-fähiges Programm nicht erneut versucht, Nachrichten zu senden, die eine automatische Antwort generieren.

    Tipp

    Sie können den SES-Postfachsimulator zum Testen einer erfolgreichen Zustellung, Unzustellbarkeit, Beschwerde, Abwesenheitsnachricht oder der Vorgehensweise, wenn eine Adresse auf der Unterdrückungsliste steht. Weitere Informationen finden Sie unter Manuelles Verwenden des Postfachsimulators.