Was ist Amazon CloudFront? - Amazon CloudFront

Was ist Amazon CloudFront?

Amazon CloudFront ist ein Webservice, mit dem Sie statische und dynamische Web-Inhalte wie HTML-, CSS-, .js- und Bilddateien schneller für Ihre Benutzer bereitstellen können. Mit CloudFront können Sie Ihre Inhalte über ein globales Netzwerk aus Rechenzentren (so genannte Edge-Standorte) bereitstellen. Wenn ein Benutzer über CloudFront bereitgestellte Inhalte anfordert, wird er zum Edge-Standort mit der geringsten Latenz (Verzögerungszeit) weitergeleitet, sodass Inhalte mit der bestmöglichen Leistung geliefert werden.

  • Wenn die Inhalte am Edge-Standort mit der geringsten Latenz bereits vorhanden sind, werden sie von CloudFront sofort bereitgestellt.

  • Sofern sich die Inhalte nicht im Edge-Standort befinden, erfolgt durch CloudFront ein Abruf von einem Ursprungs-Server, den Sie definiert haben – z. B. ein Amazon S3-Bucket, ein MediaPackage-Kanal oder ein HTTP-Server (z. B. ein Webserver), den Sie als Quelle für die endgültige Version Ihrer Inhalte angegeben haben.

Nehmen wir an, dass Sie ein Bild über einen traditionellen Webserver und nicht mit CloudFront bereitstellen. Sie können beispielsweise ein Bild, sunsetphoto.png, über die URL bereitstelle http://example.com/sunsetphoto.png.

Ihre Benutzer können problemlos zu dieser URL navigieren und das Bild anzeigen. Aber sie wissen wahrscheinlich nicht, dass ihre Anfrage von einem Netzwerk zu einem anderen weitergeleitet wird, bis das Bild schließlich gefunden wurde – durch die komplexe Sammlung miteinander verbundener Netzwerke, aus dem das Internet besteht.

CloudFront beschleunigt die Verteilung Ihrer Inhalte, indem jede Benutzeranfrage über das AWS-Backbone-Netzwerk an den Edge-Standort weitergeleitet wird, der die Inhalte am besten bereitstellen kann. In der Regel ist dies ein CloudFront-Edge-Server, der die Inhalte am schnellsten an den Betrachter liefert. Die Verwendung des AWS-Netzwerks führt zu einer erheblichen Verringerung der Anzahl von Netzwerken, die Ihre Benutzeranfragen durchlaufen müssen, und somit zu einer Verbesserung der Leistung. Benutzer erfahren eine geringere Latenz – die Zeit bis zum Laden des ersten Bytes der Datei – und erzielen höhere Datenübertragungsraten.

Darüber hinaus erhöht sich die Zuverlässigkeit und die Verfügbarkeit, da Kopien Ihrer Dateien (auch als Objekte bezeichnet) jetzt an mehreren Edge-Standorten auf der ganzen Welt verfügbar (oder dort im Cache gespeichert) sind.

So richten Sie CloudFront für die Bereitstellung von Inhalten ein

Erstellen Sie eine CloudFront-Verteilung, um CloudFront mitzuteilen, von wo aus Inhalte geliefert werden sollen. Außerdem legen Sie fest, wie die Bereitstellung von Inhalten nachverfolgt und verwaltet werden soll. Anschließend verwendet CloudFront Computer (Edge-Server) in der Nähe Ihrer Besucher, um Inhalte schnell bereitzustellen, wenn jemand sie sehen oder verwenden will.

 
				Funktionsweise von CloudFront

So konfigurieren Sie CloudFront für die Bereitstellung Ihrer Inhalte

  1. Geben Sie einen Ursprungs-Server an, z. B. einen Amazon S3-Bucket oder Ihren eigenen HTTP-Server, von dem CloudFront Ihre Dateien erhält, die dann von den CloudFront-Edge-Standorten auf die ganze Welt verteilt werden.

    Auf einem Ursprungsserver sind die originalen, definitiven Versionen Ihrer Dateien gespeichert. Wenn Sie Inhalte über HTTP bereitstellen, ist Ihr Ursprungs-Server entweder ein Amazon S3-Bucket oder ein HTTP-Server, z. B. ein Web-Server. Ihr HTTP-Server kann auf einer Amazon Elastic Compute Cloud-Instance (Amazon EC2) oder auf einem von Ihnen verwalteten Server ausgeführt werden. Diese Server werden auch als benutzerdefinierte Ursprünge bezeichnet.

  2. Sie laden Ihre Dateien auf Ihre Ursprungsserver hoch. Ihre Dateien, auch als Objekte bezeichnet, enthalten normalerweise Webseiten, Bilder und Mediendateien, können jedoch alles sein, was über HTTP bereitgestellt werden kann.

    Wenn Sie einen Amazon S3-Bucket als Ursprungs-Server verwenden, können Sie die Objekte in Ihrem Bucket öffentlich verfügbar machen, sodass alle Benutzer darauf zugreifen können, die die CloudFront-URLs für Ihre Objekte kennen. Sie haben auch die Möglichkeit, private Objekte einzurichten und den Zugriff zu kontrollieren. Siehe Bereitstellen privater Inhalte mit signierten URLs und signierten Cookies.

  3. Sie erstellen eine CloudFront-Verteilung, die CloudFront anweist, von welchem Ursprungs-Server Ihre Dateien abgerufen werden sollen, wenn Benutzer diese über eine Website oder eine Anwendung anfordern. Gleichzeitig legen Sie weitere Details fest, z. B. ob Sie möchten, dass CloudFront alle Anfragen protokolliert, und ob die Verteilung direkt aktiviert werden soll, sobald sie erstellt wurde.

  4. CloudFront weist Ihrer neuen Verteilung einen Domänennamen zu und zeigt sie in der CloudFront-Konsole oder in der Antwort auf eine programmgesteuerte Anforderung (z. B. eine API-Anfrage) an. Wenn Sie möchten, können Sie einen alternativen Domänennamen hinzufügen, sodass er stattdessen verwendet wird.

  5. CloudFront sendet die Konfiguration Ihrer Verteilung (jedoch nicht Ihre Inhalte) an alle ihre Edge-Standorte oder Präsenzpunkte (Points of Presence, POPs). Das sind Sammlungen von Servern in geografisch weiträumig verteilten Rechenzentren, in denen CloudFront Kopien Ihrer Dateien zwischenspeichert.

Bei der Entwicklung Ihrer Website oder Anwendung verwenden Sie den Domänennamen, den CloudFront für Ihre URLs bereitstellt. Wenn CloudFront beispielsweise d111111abcdef8.cloudfront.net als Domänennamen für Ihre Verteilung zurückgibt, lautet die URL für die Datei logo.jpg in Ihrem Amazon S3-Bucket (oder im Root-Verzeichnis auf einem HTTP-Server) http://d111111abcdef8.cloudfront.net/logo.jpg.

Alternativ können Sie CloudFront auch zur Verwendung Ihres eigenen Domänennamens mit Ihrer Verteilung einrichten. In diesem Fall könnte die URL folgendermaßen lauten: http://www.example.com/logo.jpg.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihren Ursprungs-Server so zu konfigurieren, dass den Dateien Header hinzugefügt werden. Diese zeigen an, wie lange die Dateien an den CloudFront-Edge-Standorten zwischengespeichert werden sollen. Standardmäßig wird jede Datei 24 Stunden lang an einem Edge-Standort gespeichert; danach läuft sie ab. Die minimale Ablaufzeit beträgt 0 Sekunden; eine maximale Ablaufzeit existiert nicht. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten der Dauer, die Inhalte im Cache bleiben (Ablauf).