Konfigurieren eines benutzerdefinierten Fehlerdokuments - Amazon Simple Storage Service

Konfigurieren eines benutzerdefinierten Fehlerdokuments

Nachdem Sie Ihren Bucket als statische Website konfiguriert haben, gibt Amazon S3 ein HTML-Fehlerdokument zurück, wenn ein Fehler auftritt. Sie können Ihren Bucket optional mit einem benutzerdefinierten Fehlerdokument konfigurieren, sodass Amazon S3 bei Auftreten eines Fehlers dieses Dokument zurückgibt.

Anmerkung

Tritt ein Fehler auf, zeigen einige Browser beim Auftreten eines Fehlers ihre eigene Fehlermeldung an und ignorieren das Fehlerdokument, das Amazon S3 zurückgibt. Tritt beispielsweise der Fehler HTTP 404 Not Found auf, könnte Google Chrome seine eigene Fehlermeldung anzeigen und das von Amazon S3 zurückgegebene Fehlerdokument ignorieren.

Amazon S3 HTTP-Antwortcodes

Die folgende Tabelle listet die Teilmenge der HTTP-Antwortcodes auf, die Amazon S3 zurückgibt, wenn ein Fehler auftritt.

HTTP-Fehlercode Beschreibung
301 Moved Permanently (301 Dauerhaft verschoben Wenn ein Benutzer eine Anforderung direkt an den Amazon-S3-Website-Endpunkt sendet (http://s3-website.Region.amazonaws.com/), gibt Amazon S3 die Antwort 301 Moved Permanently zurück und leitet diese Anforderungen auf https://aws.amazon.com/s3/ um.
302 Found (302 Gefunden

Wenn Amazon S3 eine Anforderung für einen Schlüssel x, http://bucket-name.s3-website.Region.amazonaws.com/x ohne nachfolgenden Schrägstrich erhält, sucht es zuerst nach dem Objekt mit dem Schlüsselnamen x. Wenn das Objekt nicht gefunden wird, stellt Amazon S3 fest, dass die Anfrage für den Unterordner x vorgesehen ist, und leitet die Anfrage um, indem es einen Schrägstrich am Ende einfügt. Es gibt 302 Found zurück.

304 Not Modified (304 Nicht verändert

Amazon S3 verwendet die Anforderungs-Header If-Modified-Since, If-Unmodified-Since, If-Match und/oder If-None-Match, um festzustellen, ob das angeforderte Objekt dasselbe ist, wie das, das der Client im Cache vorhält. Ist das Objekt dasselbe, gibt der Website-Endpunkt die Antwort 304 Not Modified (304 Nicht verändert) zurück.

400 Malformed Request (400 Falsch formatierte Anfrage

Der Website-Endpunkt antwortet mit 400 Malformed Request (400 Falsch formatierte Anfrage), wenn ein Benutzer versucht, über einen inkorrekten regionalen Endpunkt auf einen Bucket zuzugreifen.

403 Verboten

Der Website-Endpunkt antwortet mit 403 Forbidden (403 Verboten), wenn ein Benutzer auf ein Objekt zugreifen will, das nicht öffentlich lesbar ist. Der Objekteigentümer muss zuerst das Objekt über eine Bucket-Richtlinie oder eine ACL öffentlich lesbar machen.

404 Not Found (404 Nicht gefunden

Der Website-Endpunkt gibt aus den folgenden Gründen 404 Not Found (404 Nicht gefunden) zurück:

  • Amazon S3 stellt fest, dass die URL der Website auf einen nicht existierenden Objektschlüssel verweist.

  • Amazon S3 geht davon aus, dass die Anforderung für ein Indexdokument gilt, das nicht existiert.

  • Ein in der URL angegebener Bucket ist nicht vorhanden.

  • Ein in der URL angegebener Bucket ist vorhanden, aber nicht als Website konfiguriert.

Sie können ein benutzerdefiniertes Objekt erstellen, das für 404 Not Found (404 Nicht gefunden) zurückgegeben wird. Stellen Sie sicher, dass das Dokument in den als Website konfigurierten Bucket hochgeladen ist, und dass die Konfiguration für das Website-Hosting darauf ausgelegt ist, das Dokument zu verwenden.

Weitere Informationen darüber, wie Amazon S3 die URL als Anforderung für ein Objekt oder ein Indexdokument interpretiert, finden Sie unter Konfigurieren eines Indexdokuments.

500 Service Error (500 Servicefehler

Der Website-Endpunkt reagiert mit 500 Service Error (500 Servicefehler), wenn ein interner Serverfehler auftritt.

503 Service Unavailable (503 Service nicht verfügbar

Der Website-Endpunkt antwortet mit 503 Service Unavailable, wenn Amazon S3 feststellt, dass Sie Ihre Anforderungsrate reduzieren müssen.

Für jeden dieser Fehler gibt Amazon S3 eine vordefinierte HTML-Meldung zurück. Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel für eine HTML-Meldung, die für eine 403 Forbidden (403 Verboten)-Nachricht zurückgegeben wird.


					Beispiel für eine 403 Forbidden (403 Verboten)-Fehlermeldung

Konfigurieren eines benutzerdefinierten Fehlerdokuments

Wenn Sie Ihren Bucket als statische Website konfigurieren, können Sie ein benutzerdefiniertes Fehlerdokument bereitstellen, das eine benutzerfreundliche Fehlermeldung und zusätzliche Hilfe enthält. Amazon S3 gibt Ihr benutzerdefiniertes Fehlerdokument nur für Fehlercodes der Klasse HTTP 4XX zurück.

Um ein benutzerdefiniertes Fehlerdokument über die S3-Konsole zu konfigurieren, führen Sie die folgenden Schritte aus. Sie können ein Fehlerdokument auch über die REST-API, die AWS-SDKs, die AWS CLI oder AWS CloudFormation konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie unter:

Wenn Sie das Hosting statischer Websites für Ihren Bucket aktivieren, geben Sie den Namen des Fehlerdokuments ein (z. B, 404.html). Nachdem das Hosting statischer Websites für den Bucket aktiviert wurde, laden Sie eine HTML-Datei mit diesem Fehlerdokumentnamen in Ihren Bucket hoch.

So konfigurieren Sie ein Fehlerdokument

  1. Erstellen Sie ein Fehlerdokument, z. B. 404.html.

  2. Speichern Sie die Fehlerdokumentdatei lokal.

    Der Name des Fehlerdokuments unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung und muss genau mit dem Namen übereinstimmen, den Sie beim Aktivieren des statischen Website-Hostings eingeben. Wenn Sie beispielsweise 404.html im Dialogfeld Hosten einer statischen Website als Namen des Fehlerdokuments eingeben, muss der Dateiname des Fehlerdokuments ebenfalls 404.html lauten.

  3. Melden Sie sich bei der AWS Management Console an und öffnen Sie die Amazon-S3-Konsole unter https://console.aws.amazon.com/s3/.

  4. Wählen Sie in der Liste Buckets den Namen des Buckets aus, den Sie zum Hosten einer statischen Website verwenden möchten.

  5. Aktivieren Sie das Hosting statischer Websites für Ihren Bucket und geben Sie den exakten Namen Ihres Fehlerdokuments ein (z. B, 404.html). Weitere Informationen finden Sie unter Aktivieren des Website-Hostings.

    Fahren Sie mit Schritt 6 fort, nachdem Sie das Hosting statischer Websites aktiviert haben.

  6. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um das Fehlerdokument in Ihren Bucket hochzuladen:

    • Ziehen Sie die Fehlerdokumentdatei in das Konsolen-Bucket-Verzeichnis.

    • Wählen Sie Upload (Hochladen) und folgen Sie den Anweisungen zur Auswahl und zum Hochladen der Indexdatei.

    Schrittweise Anleitungen hierzu finden Sie unter Objekte hochladen.