Verwenden von Amazon-S3-Speicherklassen - Amazon Simple Storage Service

Verwenden von Amazon-S3-Speicherklassen

Jedem Objekt in Amazon S3 ist eine Speicherklasse zugeordnet. Wenn Sie beispielsweise alle Objekte in einem S3-Bucket auflisten, zeigt die Konsole die Speicherklasse für alle Objekte in der Liste an. Amazon S3 bietet eine Reihe von Speicherklassen für die von Ihnen gespeicherten Objekte an. Sie wählen eine Speicherklasse abhängig von Ihrem Anwendungsszenario und den Leistungsanforderungen für den Zugriff aus. Alle diese Speicherklassen bieten höchste Haltbarkeit.

Die folgenden Abschnitte enthalten Details zu den verschiedenen Speicherklassen und zum Festlegen einer Speicherklasse für Ihre Objekte.

Speicherklassen für Objekte mit häufigem Zugriff

Für leistungssensible Anwendungsfälle (die eine Zugriffszeit von Millisekunden erfordern) und Daten mit häufigem Zugriff stellt Amazon S3 die folgenden Speicherklassen bereit:

  • S3 Standard – Die Standardspeicherklasse. Wenn Sie beim Upload eines Objekts keine Speicherklasse angeben, weist Amazon S3 die Speicherklasse S3 Standard zu.

  • Reduced Redundancy – Die Speicherklasse Reduced Redundancy Storage (RRS) ist für nicht kritische, reproduzierbare Daten vorgesehen, die mit einer Redundanz gespeichert werden können, die unter dem Wert der Speicherklasse S3 Standard liegt.

    Wichtig

    Wir empfehlen, diese Speicherklasse nicht zu verwenden. Die Speicherklasse S3 Standard ist kostengünstiger.

    In Bezug auf die Zuverlässigkeit gilt für RRS-Objekte ein jährlich zu erwartender Objektverlust von 0,01 %. Geht ein RRS-Objekt verloren, gibt Amazon S3 einen 405-Fehler bei Anforderungen für dieses Objekt zurück.

Speicherklasse zur automatischen Optimierung von Daten mit sich ändernden oder unbekannten Zugriffsmustern

S3 Intelligent-Tiering ist eine Amazon-S3-Speicherklasse zur Optimierung der Speicherkosten durch automatisches Verschieben von Daten auf die kostengünstigste Zugriffsebene ohne Leistungsauswirkung oder Betriebsaufwand. Es ist der einzige Cloud-Speicher, der automatische Kosteneinsparungen durch Verschieben von Daten auf granularer Objektebene zwischen den Zugriffsebenen ermöglicht, wenn sich die Zugriffsmuster ändern. S3 Intelligent-Tiering ist die perfekte Speicherklasse, wenn Sie die Speicherkosten für Daten mit unbekannten oder sich ändernden Zugriffsmustern optimieren möchten. Bei S3 Intelligent-Tiering werden keine Abrufgebühren erhoben.

Gegen eine geringe monatliche Gebühr für Objektüberwachung und Automatisierung überwacht S3 Intelligent-Tiering die Zugriffsmuster und verschiebt die Objekte, auf die nicht zugegriffen wurde, automatisch in kostengünstigere Zugriffsebenen. S3 Intelligent-Tiering ermöglicht automatische Speicherkosteneinsparungen in zwei Zugriffsebenen mit niedriger Latenz und hohem Durchsatz. Kunden können bei Daten, auf die asynchron zugegriffen werden kann, die automatische Archivierungsfunktionen innerhalb der S3 Intelligent-Tiering-Speicherklasse aktivieren. S3 Intelligent-Tiering ist auf 99,9 % Verfügbarkeit und 99,9999999 % Haltbarkeit ausgelegt.

S3 Intelligent-Tiering speichert Objekte automatisch in drei Zugriffsebenen: Frequent Access, Infrequent Access und Archive Instant Access. In S3 Intelligent-Tiering hochgeladene oder übertragene Objekte werden automatisch in der Ebene Frequent Access gespeichert. S3 Intelligent-Tiering überwacht Zugriffsmuster und verschiebt dann die Objekte, auf die in 30 aufeinanderfolgenden Tagen nicht zugegriffen wurde, in die Ebene Infrequent Access. Mit S3 Intelligent-Tiering werden alle vorhandenen Objekte, auf die 90 aufeinanderfolgende Tage lang nicht zugegriffen wurde, automatisch in die Ebene Archive Instant Access verschoben. Sie können S3 Intelligent-Tiering als Standardspeicherklasse für neu erstellte Daten konfigurieren oder Sie können auch eine oder beide der Archivzugriffsstufen mithilfe der API mit PutBucketIntelligentTieringConfiguration, der CLI oder der Amazon-S3-Konsole aktivieren. Sobald Sie eine oder beide Archivzugriffsebenen aktiviert haben, verschiebt S3 Intelligent-Tiering automatisch Objekte, auf die 90 aufeinanderfolgende Tage lang nicht zugegriffen wurde, in die Ebene Archive Access und dann nach 180 aufeinanderfolgenden Tagen ohne Zugriff in die Ebene Deep Archive Access. Weitere Informationen finden Sie unter S3 Intelligent-Tiering bei Verwenden von S3 Intelligent-Tiering

Um später auf archivierte Objekte zugreifen zu können, müssen Sie diese zunächst wiederherstellen. Weitere Informationen finden Sie unter Wiederherstellen von Objekten aus den Stufen S3 Intelligent-Tiering Archive Access und Deep Archive Access.

Anmerkung

Wenn ein Objekt kleiner als 128 KB ist, wird es nicht überwacht und ist nicht für das Auto-Tiering geeignet. Kleinere Objekte werden immer in der Stufe für häufige Zugriffe gespeichert. Weitere Informationen finden Sie unter S3 Intelligent-Tiering bei S3-Intelligent-Tiering-Zugriffsebenen

Speicherklassen für Objekte mit seltenem Zugriff

Die Speicherklassen S3 Standard-IA und S3 One Zone-IA sind für langlebige Daten, auf die selten zugegriffen wird, konzipiert. (IA steht für Infrequent Access (seltener Zugriff).) S3 Standard-IA- und S3 One Zone-IA-Objekte sind für den Zugriff in Millisekunden verfügbar (ähnlich wie die Speicherklasse S3 Standard). Da Amazon S3 eine Abrufgebühr für diese Objekte erhebt, sind sie am besten für Daten mit seltenem Zugriff geeignet. Informationen zu den Preisen finden Sie unter Amazon S3 – Preise.

Beispielsweise können Sie die Speicherklassen S3 Standard-IA und S3 One Zone-IA für Folgendes auswählen:

  • Zum Speichern von Sicherungen.

  • Für ältere Daten, auf die selten zugegriffen wird, für die aber dennoch ein Zugriff in Millisekunden erforderlich ist. Beim Upload von Daten können Sie beispielsweise die S3 Standard-Speicherklasse auswählen und dann Amazon S3 mithilfe der Lebenszyklus-Konfiguration anweisen, die Objekte in die Klasse S3 Standard-IA oder S3 One Zone-IA zu überführen.

    Weitere Informationen zur Lebenszyklusverwaltung finden Sie unter Verwalten Ihres Speicher-Lebenszyklus.

Anmerkung

Die Speicherklassen S3 Standard-IA und S3 One Zone-IA sind für Objekte mit mehr als 128 KB geeignet, die Sie für mindestens 30 Tage aufbewahren wollen. Ist ein Objekt kleiner als 128 KB, fallen Amazon-S3-Gebühren für 128 KB an. Wenn Sie ein Objekt vor dem Ablauf der 30-tägigen Mindestspeicherdauer löschen, werden Ihnen 30 Tage berechnet. Informationen zu den Preisen finden Sie unter Amazon S3 – Preise.

Diese Speicherklassen weisen folgende Unterschiede auf:

  • S3 Standard-IA – Amazon S3 speichert die Objektdaten redundant in mehreren geografisch getrennten Availability Zones (ähnlich wie die Speicherklasse S3 Standard). S3 Standard-IA-Objekte sind von einem Availability Zone-Ausfall nicht betroffen. Diese Speicherklasse bietet mehr Verfügbarkeit und Stabilität als die Klasse S3 One Zone-IA.

  • S3 One Zone-IA – Amazon S3 speichert die Objektdaten nur in einer Availability Zone, daher ist diese Variante kostengünstiger als S3 Standard-IA. Allerdings sind die Daten bei einem physischen Ausfall der Availability Zone (aufgrund von Katastrophen wie z. B. Erdbeben und Überflutungen) nicht sicher. Die Speicherklasse S3 One Zone-IA bietet dieselbe Zuverlässigkeit wie Standard-IA, ist jedoch weniger verfügbar und weniger ausfallsicher. Einen Vergleich der Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Speicherklassen finden Sie unter Vergleich der Amazon-S3-Speicherklassen am Ende dieses Abschnitts. Informationen zu den Preisen finden Sie unter Amazon S3 – Preise.

Wir empfehlen Folgendes:

  • S3 Standard-IA – Verwenden Sie diese Klasse für die primäre (oder einzige) Kopie der Daten, die nicht neu erstellt werden können.

  • S3 One Zone-IA – Verwenden Sie diese Klasse, wenn Sie die Daten im Falle eines Availability Zone-Ausfalls neu erstellen können sowie für Objekt-Replicas bei regionsübergreifender Replikation (Cross-Region Replication, CRR) in S3.

Speicherklassen für die Archivierung von Objekten

Die Speicherklassen S3 Glacier Instant Retrieval und S3 Glacier Flexible Retrieval und S3 Glacier Deep Archive dienen zur kostengünstigen Archivierung von Daten. Diese Speicherklassen bieten dieselbe Zuverlässigkeit und Stabilität wie die Speicherklasse S3 Standard und S3 Standard-IA Speicherklassen. Einen Vergleich der Haltbarkeit und Verfügbarkeit der Speicherklassen finden Sie unter Vergleich der Amazon-S3-Speicherklassen.

Diese Speicherklassen weisen folgende Unterschiede auf:

  • S3 Glacier Instant Retrieval – Zur Archivierung von Daten, auf die nur selten zugegriffen wird und Millisekunden abgerufen werden muss. Daten, die in der Speicherklasse S3 Glacier Instant Retrieval gespeichert sind, bieten eine Kosteneinsparung im Vergleich zur S3-Standard-IA-Speicherklasse mit derselben Latenz- und Durchsatzleistung wie die S3-Standard-IA-Speicherklasse. S3 Glacier Instant Retrieval hat höhere Datenzugriffskosten als S3 Standard-IA. Informationen zu den Preisen finden Sie unter Amazon S3 – Preise.

  • S3 Glacier Flexible Retrieval – Für Archive, bei denen Teile der Daten möglicherweise innerhalb von wenigen Minuten abgerufen werden müssen. Für in der Speicherklasse S3 Glacier Flexieble Retrieval gespeicherte Daten gilt eine Mindestspeicherdauer von 90 Tagen; mit beschleunigtem Abruf sind die Daten in nur 1–5 Minuten abrufbar. Die Abrufzeit ist flexibel und Sie können in bis zu 5–12 Stunden kostenlose Massenabrufe anfordern. Falls Sie ein Objekt vor dem 90-tägigen Minimum gelöscht, überschrieben oder an eine andere Speicherklasse übertragen haben, werden Ihnen 90 Tage in Rechnung gestellt. Informationen zu den Preisen finden Sie unter Amazon S3 – Preise.

  • S3 Glacier Deep Archive – Zur Archivierung von Daten, auf die nur selten zugegriffen werden muss. Für in der Speicherklasse S3 Glacier Deep Archive gespeicherte Daten gilt eine Mindestspeicherdauer von 180 Tagen und die Standard-Abrufzeit beträgt 12 Stunden. Falls Sie ein Objekt vor dem 180-tägigen Minimum gelöscht, überschrieben oder an eine andere Speicherklasse übertragen haben, werden Ihnen 180 Tage in Rechnung gestellt. Informationen zu den Preisen finden Sie unter Amazon S3 – Preise.

    S3 Glacier Deep Archive ist die kostengünstigste Speicheroption in AWS. Die Speicherkosten für S3 Glacier Deep Archive sind niedriger als für die Speicherklasse S3 Glacier Flexible Retrieval Speicherklasse. Sie können die Abrufkosten für S3 Glacier Deep Archive durch Massenabrufe senken, bei denen Daten innerhalb von 48 Stunden zurückgegeben werden.

Abrufen archivierter Objekte

Sie können die Speicherklasse eines Objekts auf S3 Glacier Flexieble Retrieval oder S3 Glacier Deep Archive setzen, genau so wie für andere Speicherklassen, wie im Abschnitt Einrichten der Speicherklasse eines Objekts beschrieben. Die mit S3 Glacier Flexible Retrieval und S3 Glacier Deep Archive archivierten Objekte sind jedoch nicht für den Echtzeitzugriff verfügbar. Sie müssen zuerst die Objekte von S3 Glacier Flexible Retrieval und S3 Glacier Deep Archive wiederherstellen, bevor Sie darauf zugreifen können. (Objekte von S3 Standard-, RRS-, S3 Standard-IA-, S3 One Zone-IA S3 Glacier Instant Retrieval und S3 Intelligent Tiering stehen jederzeit für den Zugriff zur Verfügung.) Weitere Informationen zum Abruf archivierter Objekte finden Sie unter Wiederherstellen eines archivierten Objekts.

Wichtig

Wenn Sie die Speicherklasse S3 Glacier Flexible Retrieval oder S3 Glacier Deep Archive wählen, bleibt Ihr Objekt in Amazon S3. Sie können nicht direkt über den separaten Amazon-S3-Glacier-Service darauf zugreifen.

Weitere Informationen über den Amazon-S3-Glacier-Service finden Sie im Amazon-S3-Glacier-Entwicklerhandbuch.

Speicherklasse für Amazon S3 in Outposts

Mit Amazon S3 in Outposts können Sie S3-Buckets in Ihren AWS Outposts-Ressourcen erstellen und Objekte On-Premises für Anwendungen speichern und abrufen, die einen lokalen Datenzugriff, eine lokale Datenverarbeitung und eine lokale Datenresidenz erfordern. Sie können dieselben APIs und Funktionen auf AWS Outposts verwenden wie bei Amazon S3, z. B. Zugriffsrichtlinien, Verschlüsselung und Markierung. Sie können S3 in Outposts über AWS Management Console, die AWS CLI, AWS-SDKs oder REST-API verwenden.

S3 in Outposts bietet eine neue Speicherklasse: S3 Outposts (OUTPOSTS). Die Speicherklasse S3 Outposts ist nur für Objekte verfügbar, die in Buckets in Outposts gespeichert sind. Wenn Sie versuchen, diese Speicherklasse mit einem S3-Bucket in einer AWS-Region zu verwenden, tritt ein InvalidStorageClass-Fehler auf. Sie erhalten dieselbe Fehlermeldung, wenn Sie versuchen, andere S3-Speicherklassen mit Objekten zu verwenden, die in S3-on-Outposts-Buckets gespeichert sind.

Objekte, die in der Speicherklasse S3 Outposts (OUTPOSTS) gespeichert sind, werden immer mit serverseitiger Verschlüsselung mit von Amazon S3 verwalteten Verschlüsselungsschlüsseln (SSE-S3) verschlüsselt. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von serverseitiger Verschlüsselung mit von Amazon S3 verwalteten Verschlüsselungsschlüsseln (SSE-S3).

Sie können auch explizit auswählen, dass Objekte, die in der Speicherklasse S3 Outposts gespeichert sind, mit serverseitiger Verschlüsselung mit vom Kunden bereitgestellten Verschlüsselungsschlüsseln (SSE-C) verschlüsselt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Verwenden von serverseitiger Verschlüsselung mit vom Kunden bereitgestellten Schlüsseln (SSE-C).

Anmerkung

S3 on Outposts unterstützt keine serverseitige Verschlüsselung mit AWS Key Management Service (AWS KMS)-Schlüsseln (SSE-KMS).

Weitere Informationen zu S3 on Outposts finden Sie unter Was ist Amazon S3 on Outposts?.

Vergleich der Amazon-S3-Speicherklassen

In der folgenden Tabelle werden die Speicherklassen verglichen, einschließlich ihrer Verfügbarkeit, Haltbarkeit, Mindestspeicherdauer und anderer Faktoren.

Speicherklasse Konzipiert für Zuverlässigkeit (Auslegung) Verfügbarkeit (Auslegung) Availability Zones Min. Dauer der Speicherung Min. kostenpflichtige Objektgröße Weitere Überlegungen

S3 Standard

Häufig zugegriffene Daten (mehr als einmal im Monat) mit Millisekunden-Zugriff

99,999999999 %

99,99 %

>= 3

Keine

Keine

Keine

S3 Standard-IA

Langlebige, selten aufgerufene Daten (einmal im Monat) mit Millisekunden-Zugriff

99,999999999 %

99,9 %

>= 3

30 Tage

128 KB

Es fallen Abrufgebühren pro GB an.

S3 Intelligent-Tiering

Daten mit unbekannten, sich ändernden oder unvorhersehbaren Zugriffsmustern

99,999999999 %

99,9 %

>= 3

Keine

Keine

Es fallen Überwachungs- und Automatisierungsgebühren pro Objekt an. Keine Abrufgebühren.

S3 One Zone-IA

Wiederherstellbare, selten aufgerufene Daten (einmal im Monat) mit Millisekunden-Zugriff

99,999999999 %

99,5 %

1

30 Tage

128 KB

Es fallen Abrufgebühren pro GB an. Keine Ausfallsicherheit bei einem Availability Zone-Ausfall.

S3 Glacier Instant Retrieval

Langlebige Archivdaten, auf die einmal im Quartal mit Millisekunden-Zugriff zugegriffen wird 99,999999999 %

99,9 %

>= 3

90 Tage

128 KB

Es fallen Abrufgebühren pro GB an.

S3 Glacier Flexible Retrieval

Langlebige Archivdaten, auf die einmal im Jahr zugegriffen wird, mit Abrufzeiten von Minuten bis Stunden 99,999999999 %

99,99% (nach der Wiederherstellung von Objekten)

>= 3

90 Tage

40 KB

Es fallen Abrufgebühren pro GB an. Sie müssen archivierte Objekte zuerst wiederherstellen, bevor Sie darauf zugreifen können. Weitere Informationen finden Sie unter Wiederherstellen eines archivierten Objekts.

S3 Glacier Deep Archive

Langlebige Archivdaten, auf die weniger als einmal pro Jahr zugegriffen wird, mit Abrufzeiten von Stunden 99,999999999 %

99,99% (nach der Wiederherstellung von Objekten)

>= 3

180 Tage

40 KB

Es fallen Abrufgebühren pro GB an. Sie müssen archivierte Objekte zuerst wiederherstellen, bevor Sie darauf zugreifen können. Weitere Informationen finden Sie unter Wiederherstellen eines archivierten Objekts.

RRS (nicht empfohlen)

Nicht kritische, häufig aufgerufene Daten mit Millisekunden-Zugriff

99,99 %

99,99 %

>= 3

Keine

Keine

Keine

Alle Speicherklassen – außer S3 One Zone-IA sind gegenüber dem physischen Verlust einer Availability Zone aufgrund von Katastrophen ausfallsicher.

Neben den Leistungsanforderungen Ihres Anwendungsszenarios sollten Sie auch die Kosten berücksichtigen. Preisinformationen für Speicherklassen finden Sie unter Amazon S3 – Preise.

Einrichten der Speicherklasse eines Objekts

Zum Erstellen und Aktualisieren der Objektspeicherklassen können Sie die Amazon-S3-Konsole, AWS-SDKs oder die AWS Command Line Interface (AWS CLI) verwenden. Diese verwenden alle die Amazon-S3-APIs, um Anfragen an Amazon S3 zu senden.

Die Amazon-S3-APIs unterstützen das Einrichten (oder Aktualisieren) von Speicherklassen für Objekte wie folgt:

  • Beim Erstellen eines neuen Objekts können Sie dessen Speicherklasse angeben. Wenn Sie beispielsweise neue Objekte mit den PUT Object, POST Object und Initiate Multipart Upload APIs erstellen, fügen Sie zum Spezifizieren einer Speicherklasse den x-amz-storage-class-Anforderungs-Header hinzu. Falls Sie diesen Header weglassen, verwendet Amazon S3 die Standardspeicherklasse Standard.

  • Sie können auch die Speicherklasse eines bereits in Amazon S3 gespeicherten Objekts in eine beliebige andere Speicherklasse ändern, indem Sie mit der API PUT Object - Copy eine Kopie des Objekts erstellen. Sie können jedoch nicht PUT Object - Copy verwenden, um in den Speicherklassen S3 Glacier Flexible Retrieval oder S3 Glacier Deep Archive gespeicherte Objekte zu kopieren. Sie können auch nicht von S3 One Zone-IA zu S3 Glacier Instant Retrieval wechseln.

    Sie kopieren das Objekt unter Verwendung desselben Schlüsselnamens in denselben Bucket und geben die Anforderungs-Header wie folgt an:

    • Setzen Sie den Header x-amz-metadata-directive auf COPY.

    • Legen Sie x-amz-storage-class auf die zu verwendende Speicherklasse fest.

    In einem Bucket mit aktiviertem Versioning kann die Speicherklasse einer spezifischen Objektversion nicht geändert werden. Beim Kopieren vergibt Amazon S3 eine neue Versions-ID.

  • Sie können Amazon S3 anweisen, die Speicherklasse von Objekten zu ändern, indem Sie einem Bucket eine Lebenszyklus-Konfiguration hinzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten Ihres Speicher-Lebenszyklus.

  • Bei der Einrichtung der Replikation können Sie eine beliebige andere Speicherklasse für die replizierten Objekte einrichten. Sie können jedoch nicht in den Speicherklassen S3 Glacier Flexible Retrieval oder S3 Glacier Deep Archive gespeicherte Objekte replizieren. Weitere Informationen finden Sie unter Replikations-Konfiguration.

Einschränken von Zugriffsrichtlinienberechtigungen auf eine bestimmte Speicherklasse

Wenn Sie Zugriffsrichtlinienberechtigungen für Amazon-S3-Vorgänge erteilen, können Sie mit dem Bedingungsschlüssel s3:x-amz-storage-class einschränken, welche Speicherklasse beim Speichern hochgeladener Objekte verwendet werden soll. Wenn Sie beispielsweise die Berechtigung s3:PUTObject erteilen, können Sie das Hochladen von Objekten auf eine bestimmte Speicherklasse einschränken. Eine Beispielrichtlinie finden Sie unter Beispiel 5: Objekt-Uploads auf Objekte mit einer bestimmten Speicherklasse beschränken.

Weitere Informationen zur Verwendung von Bedingungen in Richtlinien und die vollständige Liste der Bedingungsschlüssel in Amazon S3 finden Sie hier: